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Nach Hause, nach Hause, nach Hause gehst
du nicht... Schauplatz:
Kasernenhof (irgendwo in Sachsen), Antreteplatz Zeit:
Allerletztes Abschlußantreten vor der Entlassung Situation:
Kompaniechef schreitet das allerletzte Mal die Reihe ab
Plötzlich
bleibt er vor einem Soldaten stehen.
"Einer von uns beiden ist
nicht rasiert, und ICH bin es NICHT."
Darauf der
Soldat:
"Und einer von uns beiden geht heute nach Hause. Und SIE
sind es WIEDER NICHT."
Die Kompanie grölte.
Resumee:
Dafür bekam der schlagfertige Soldat am Tag seiner Entlassung (!) noch
einmal 9 Tage Bau aufgedrückt. Er meinte: "Dafür lohnte es sich
!".
(Von Sven und Uli)
Es wird geschmust. Abschlußantreten Freitag Mittag, Chef ist gut gelaunt.
Chef: "....stillgestanden, ins Wochenen..... - ach Mist hab was vergessen:
Meine Herren, hiermit belehre ich sie auf Befehl des Kommandeurs, das es ihnen hiermit bei entsprechenden Konsequenzen verboten ist, mit Kameraden darüber zu reden, das unser HG XY beim Truppenübungsplatzaufenthalt vor 14Tagen angeblich mit der Frau HG XY aus´m SanBereich in der Nähe der Schießbahn XY in, unter, auf oder neben einem 2Tonner - Mist : Spieß - wie heißt das nochma....?!?"
Spieß: "Schmusen Herr Hauptmann"
Chef: ".... geschmust hat. Ins Wochenende weggetreten"
Wo ist der Panzermotor? Bei
der Bundeswehr ist es so üblich, dass die Kompanie morgens vor
Dienstbeginn zur Befehlsausgabe vor dem Block antritt. Der
Kompaniefeldwebel trat also vor die versammelte Mannschaft und ließ nach
der obligatorischen Begrüßung die erste Meldung aus dem Sack. Und die
hatte es in sich.
'Männnaaahhh, der Lagerbereich XXX vermißt
einen Panzermotor. Weiß jemand etwas über dessen
Verbleib?'
Jeder, der schon mal einen Panzermotor gesehen hat,
kann sich vorstellen, warum die Kompanie anschließend Schwierigkeiten
hatte, die militärische Disziplin
aufrechtzuerhalten...
Kuchenplatte Wir erhielten Morgens den Auftrag den Speicher des KpTrp´s auszumisten. Dabei fanden wir neben ganz viel Gerümpel auch diverse Kuchenplatten, die natürlich, wie es sich für eine deutsche Hausfrau gehört, mit Namensschildchen versehen waren. Allerdings gab es solche Namen in unserer Kp nicht.
Also entfernten wir erst einmal die Staubschicht von den Kuchenplatten und gingen dann nachfragen wer das denn sein könnte. Es stellte sich heraus, das die Kuchenplatten wohl von einem Fest stammten, das einige Jahre zuvor von den Unteroffizieren und Feldwebeln veranstaltet wurde und die Besitzer der Kuchenplatten inzwischen als Stabsfeldwebel aufwärts in höhrere Positionen versetzt worden waren. Natürlich waren wir so nett und schickten den hohen Herren die Kuchenplatten als Dienstpost hinterher, was wiederum einigen Tumult verursachte, denn der Spiess mußte sich dafür einiges aus dem Stab anhören - Kuchenplatten als Dienstpost quer durch Deutschland hat schon was - aber er fand nie heraus, wer die Kuchenplatten verschickt hatte.
Drogenfunde In unsere Kompanie mußten irgendwann einige SaZ (davon hatten wir einige) den hut nehmen, weil sie drogen konsumiert hatten. Das ganze ist aufgeflogen, weil unser Chef mal wieder den StUffze mit Stubenkontrollen hinterher war. Auf einer Stube lag ein Uffz und ein HG UA. Als der HG auf den unteroffizierslehrgang Teil 1 ging, stand mal wieder ein Stubendurchgang nur bei den StUffzen an.
Der Uffz aus der Stube hatte es sich aber beim Aufräumen zu einfach gemacht:
Ein paar Wochen später stand ein Förster an der Wache, 3 Müllsäcke im Auto und einen Brief in der Hand. Die Müllsäcke hatte er im Wald gefunden und um den Besitzer zu ermitteln hatte er sie geöffent und prombt einen Breif an den HG UA gefunden, dem dessen Freundin in ihm in die Kaserne geschickt hatte.
Leider hatte der Brief einen recht brisanten Inhalt, sie drohte ihm an ihn zu verlassen, wenn er seine Drogen nicht sein lassen würde. Natürlich gab das einen riesigen Aufstand, mit folgender pikanter Episode: der HG UA kam am 31. frisch zum Uffz befördert vom lehrgang und wurde am 01. wegen Drogenmissbrauchs entlassen.
Aber die Sache ging noch weiter: Einige Wochen später durchsuchten Kommandeur und Hauptmann eine Stube, da sich zwei Soldaten in der Nähe des Büro´s des KpChefs über das Gras unterhielten, das sie auf der Stube anbauten. Der Kommandeur und der Chef verloren aber nie ein Wort über die einem Blumentopf angepflanzt.Aktion. Hatten doch die beiden OG´s ihren Scherz gut geplant und Rasen in die Blumentöpfe gepflanzt... ;)
Null? Unglückliche
Umstände wollten es, dass unsere Kompanie noch kurz vor meiner Entlassung
zu einem einwöchigen Schießplatzaufenthalt nach Ehra-Lessien ausrücken
mußte. In der Stammeinheit ist so ein Aufenthalt eigentlich recht spaßig,
da der ganze Dumm-Fick i.d.R. entfällt; aber dieses mal war ich nicht
sonderlich begeistert. Denn eine Woche Schießplatz hinterläßt eine Menge
Dreck in der G3 - und das wenige Tage vor der Endreinigung. Also hieß die
Devise 'Seilen ohne Ende'. Auf einem Truppenübungsplatz ist das auch
nicht weiter schwierig. Vor den Kampfbahnen müssen die Soldaten sogenannte
Rennen bilden (Ein Rennen ist eine Gruppe von Soldaten, die gemeinsam auf
die Kampfbahn gehen). Wenn man in etwa die Zeit abschätzen kann, die eine
solche Gruppe auf der Bahn verbringen wird, wählt man natürlich ein
Rennen, das garantiert n i c h t mehr vor dem Mittagessen
dran sein wird. Nach dem Mittagessen wiederholt man das Spielchen auf
einer anderen Bahn. Die Warterei überbrückt man am Kantinenwagen oder
macht zum Zeitvertreib etwas Stationsausbildung. Eine andere Möglichkeit
ist es, mit dem Shuttle-Bus von einer Kampfbahn zur nächsten zu fahren,
dort auszusteigen und auf den nächsten Bus zu warten. So kriegt man auch
den Tag um. Wenn einem das zu langweilig wird (und es wird, das kann ich
sagen), dann kann man sich ja immer noch als MG-Schütze melden... Aber
man darf nicht zu übermütig werden. Am Tag Vier saßen wir abends auf der
Stube und reinigten die Gewehre. Ich, mitten dem Rücken zur Tür, hatte
locker alle Viere von mir gestreckt und das saubere, zusammengesetzte
Gewehr vor mir auf dem Tisch liegen. Meinen Null-Schuß Plan hätte ich
eigentlich aus lauter Langeweile schon längst aufgegeben, Endreinigung hin
oder her, wenn ich nicht von dem Ehrgeiz gepackt worden wäre, mal eine
Woche auf einem Truppenübungsplatz ohne Abgabe eines einzigen Schußes
verbracht zu haben. Plötzlich öffnete sich die Tür.
Na,
Gefreiter Gansel, so entspannt heute? Wenn sie mir jetzt sagen, ihre G3
sei gereinigt, dann glaube ich ihnen das nicht.
Ouh Ouh, Stimme
vom Hauptmann. Holy Shit.
Ähhh, das Gewehr ist gereinigt. Das
wollen wir doch mal sehen. Nehmen sie es mal auseinander.
Ich
nehme also den Püsterich auseinander, Hauptmann guckt ins Rohr, fingert im
Patronenlager rum und findet - nichts.
Kaum zu glauben, ihr
Gewehr ist tatsächlich gereinigt. - Sagen sie mal, wieviel Schuß haben sie
eigentlich abgegeben? Äh, das kann ich nicht so genau sagen. Gezählt
habe ich nicht. Schätzen sie mal. Ähm, so viele waren das
nicht. Schätzen sie doch mal etwas genauer. So, ähh, plus/minus
Null.
Es folgten einige Sekunden des Schweigens. Dann, etwas
ungehalten aber nicht unbedingt unfreundlich:
Herr Gefreiter
Gansel, morgen nach dem Antreten melden sie sich bei mir. Ich sorge dann
höchstpersönlich dafür, dass sie im ersten Rennen schießen
werden.
Leider, Leider wurde der Hauptmann dann am nächsten
Morgen direkt nach dem Antreten von einem reich dekorierten Lamettahengst
entführt. Da wollte ich wegen einer solchen Lappalie ja auch nicht
stören...
Wer hat da geschossen? Meine
Beste Wache überhaupt:
Wir sind wie üblich im Gänsemarsch zu Vergatterung gelatscht. Vor
uns steht ein älterer Feldwebel, der den OvWa machen soll mit braunen (!)
Rangabzeichen an denen die "Rennbahn" fehlt und teilt uns mit
Verschwörermiene flüsternd das Kennwort mit. Nach der Vergatterung
erste Vermutungen:
"Was'n das für einer?" " Muß
Marine sein, die ham doch goldene Abzeichen, vielleicht hatter die lange
nich gewaschen? " "Nix Marine, die ham auch ne Rennbahn und die
Abzeichen aufm Arm!"
Der Wachbereich des Haupttores wird
flankiert vom Wachgebäude mit dem UvWa und unsereins und dem Büro des
OvWa. Das Ganze wurde noch von einem weißen Strich eingerahmt, der den
Wachbereich der Wache eingrenzt. Wachbereich ohne triftigen Grund
verlassen ist strengstens verboten! Zwischen 2 und 3 Uhr morgens
schleiche ich als Wache trübsinnig im Wachbereich des Haupttores hin und
her, als plötzlich ein Schuß fällt. Hinter die Sandsäcke springen und
vorsichtig nach draußen spähen war eins. Beim UvWa geht das Fenster
auf:
"Wer hat da geschossen?" "Keine Ahnung, war aber
ziemlich nahe." "Wo ist denn der OvWa?" "Weiß
nicht, eben war da noch Licht an."
Der UvWa versucht nun
vergeblich den OvWa anzurufen. Zum Schluß rennt er selbst rüber. Danach
überschlagen sich die Ergeignisse: Innerhalb von 15 Minuten sind der
Geschwaderkommodore, der Oberfeldarzt, stelliOvWa, UvWa und 2 Sanis da.
Riesenwuppdich und für mich die Order die Klappe zu halten, würde mich nix
angehen, usw...
Was war passiert?
Der OvWa war ein uralter
Haudegen. Ganz ganz früher, so kurz nach Adolf waren wohl mal die
Rangabzeichen generell braun und die Feldwebel hatten keine Rennbahn auf
den Schultern. Jedenfalls stand der Kerl kurz vor der Pensionierung und
wollte mit Gewalt noch einmal den OvWa machen. Er macht also die
Vergatterung als ob der Russe uns Mikros in die Hosen gewebt hätte und
verzieht sich in sein Büro zum pennen, weil er leichtes Fieber hat. Nachts
kommt er auf die Idee seine P1 zu reinigen und prompt löst er dabei einen
Schuß, der zielgenau das abgeschlossene Aktenbord mit den Geheimbefehlen
für den Ernstfall trifft. Der OvWa ist aber zu blöde zu begreifen, daß er
den Schuß ausgelöst hat, springt hinters Bett und macht das Licht
aus. Der UvWa findet den Kerl dann fiebrig zitternd im Büro und holt
die Sanis aus der SanStaffel. Die diagnostizieren knappe 39 Fieber und
eine dicke Grippe. Da der OvWa aber nun ja Wachvorgesetzter ist, läßt er
sich von den Sanis den Wachdienst nicht verbieten, also wird der
Oberfeldarzt gerufen. Auch hier hilft es nichts: Der OvWa erkennt die
Anweisung des Oberfeldarztes als Fachvorgesetzter nicht an und erklärt,
daß er sich die Wache nur vom Kasernenkommandanten verbieten läßt. Der hat
aber eine Anreise von knapp 1,5 Stunden, also wird der Geschwaderkommodore
hergeholt. Ergebnis: OvWa bleibt im Dienst schlafend im Büro, stelliOvWa
macht den Außendienst. Im Morgengrauen wälzt sich der OvWa trotzdem aus
dem Bett zur Flaggenparade. Er grabscht sich die Fahne aus dem Regal
und fragt:
"Wer hat schon mal Flaggenparade
gemacht?"
Zwei Kameraden und ich melden sich. Der OvWa wirft
mir die Flagge in die Arme:
"Seh zu das Du den Lappen
hochkriegst, ist schon hell draußen!"
Jeder, der weiß, was für
ein Zirkus um die Dienstflagge gemacht wird kann nachvollziehen, warum
allen der Mund offenstand. Was sollte ich machen, ich hatte einen Befehl
bekommen und mußte den nun ausführen. Ich schnappe mir also meine
Kameraden, wir stellen uns draußen auf und ich komme
bis:
"Flaggenparade! Achtung!"
Der UvWa stürzt wie
doof aus dem Wachgebäude:
"Was wird denn das hier? Flaggenparade
muß der OvWa machen!" "Ich habe gerade Befehl bekommen! Ich zitiere:
den Lappen hochzuziehen."
Wie abgesprochen fährt gerade der
Kasernenkommandant in die Kaserne, sieht uns und bleibt stehen und sieht
interessiert zu was weiter passiert. "Oh Mann, jetzt bau keinen Scheiß"
meint der UvWa und verpißt sich. Wir haben dann Flaggenparade gemacht mit
allen Schikanen. Ich habe mir vor Nervosität (mittlerweile hatten so an
die 20 Leute mitbekommen, daß da gerade drei Gefreite Flaggenparade
abhalten) die Lunge aus dem Hals geschrien. Aber das Ding hing richtig
herum am Mast. Anschließend bekam unser Staffelchef eine kleine
Förmliche vom Kasernenkommandanten, weil wir das so gut gemacht haben. Das
habe ich aber erst ein paar Wochen später erfahren.
Einen Tag
später wurde eine Sekretärin vereidigt und zum durchsuchen der
ramponierten Geheimbefehle abgestellt. Die kaputten Papiere wurden dann
unter Aufsicht der Wache verbrannt und per Phantomjäger-Eilkurier ersetzt.
Der Jäger kam aus Bayern und hatte sehr deutlich "Ossi-Airlines" am
Leitwerk geschrieben...
(Von Jürgen
Bruns)
Flieger Bröcker Auch
beliebt war Flieger Bröker (oder so ähnlich). Der arme Mensch war zu doof
ein Loch in Schnee zu pissen, löste aber Integrale im Vorbeigehen und
konnte alle Länder Afrikas inkl. Hauptstädte im Schlaf aufsagen. Typischer
Abi-mit-1,1-aber-sonst-tote-Birne Mensch. Zu allem Überfluß war er mit
einer mittelprächtigen Akne geschlagen, die sich von der Korkenasche, die
wir uns auf den Geländeübungen ins Gesicht schmieren mußten noch schlimmer
wurde. Er geht also zur Sanstaffel und läßt sich vom Arzt eine Salbe und
einen Schein zur "Befreiung von der Geschichtstarnung" verpassen. Als
wir dann wieder mal im Gelände waren und unser Ausbilder (ein richtig
scharfer Hund!!) in das blanke Gesicht von Bröker sah, hagelte es erstmal
einen Anschiß:
"Flieger Bröker! Ich glaub ich lüge! Wo ist ihre
Gesichtstarnung?!" "Ja, aber Herr Unteroffizier, das ist doch... ich
meine... ähm ich war doch in der Sanstaffel." "Ja und?" "Naja, und
da bin ich doch Gesichtsbefreit!"
Anschließend gabs einen
Einlauf wegen "Verlassen des Gliedes". Wegen Brökers "Gesichtsbefreiung"
sind zwei Kameraden vor Lachen zusammengesackt.
Bröker hatte feste
Gewohnheiten. Unter anderem die, um Punkt 21 Uhr schlafen zu gehen und ab
und zu im Schlaf zu sprechen. Wie man sich denken kann wurde er deswegen
von allen aufgezogen. Sein einziger Widerstand bestand in dem Wort
"Blödmänner" zusammen mit einer Leidensmiene, die jedem Zuschauer vermuten
läßt, daß er gleich zu Mutti läuft. Bröker war also mal wieder im Bett
und pennte und der Zapfenstreich stand an. Der UvD betritt die Stube und
ein Kamerad meldet diese als "gereinigt, gelüftet, usw." ab. Mittendrin
fliegt Brökers Stiefel in Richtung UvD:
"Schnauze da! Ich will
pennen."
Der UvD ist total verdattert und geht zu Brökers Bett.
Der hat sich zwischendurch wieder umgedreht und pennt selig
weiter.
"Hallo, Flieger Bröker!" "Halts Maul!" "Flieger
Bröker, ich bin der UvD und sie rechtfertigen sich jetzt!" "Haha!
Verarschen kann ich mich alleine und jetzt verpiß Dich, sonst gibt's was
an die Omme!"
So richtig Ärger hat er dafür nie bekommen. Der
UvD wurde von uns aufgeklärt, Bröker schlief weiter und hat geglaubt wir
würden ihn verarschen, als wir ihm am andern morgen sagten warum er sich
doch mal beim UvD melden sollte.
(Von Jürgen
Bruns)
Knödel's Fenstersturz Letzte
Story: Gefreiter Knödel (der hieß wirklich so!). Ein Prolet vor dem
Herrn! Wenn man Wache hat, herrscht 24 Stunden vorher Alkoholverbot. Das
hat aber Knödel nicht interessiert und er ist fröhlich in die Disco
gewankt (Zapfenstreich gabs nicht mehr). Er kam um 4 Uhr morgens
stockbesoffen in die Stube und mußte zu seinem Spind einmal quer durch.
Auf dem Weg dort hin lagen seine Stiefel, die Hose, Hemd und Unterhose
(natürlich war er in Uniform in der Disco!). Da stand er nun
alkoholgeschwängert in Socken und Unterhemd von seinem Spind und bekam
Pinkeldrang. Er macht also das Fenster auf, stellt sich auf die
Fensterbank und fällt beim pinkeln aus dem Fenster. Gottseidank war die
Stube im Erdgeschoß und er fiel in die frisch angelegten Blumenbeete. Vom
Fenster zum seinem Bett zog sich dann eine Spur frisch mit Urin
befeuchteter Erde und ein paar Blutspuren. Danach hat er sich ins Bett
gelegt und geschnarcht wie ein Bär in der Sonne. Mein Kamerad, der im
unteren Bett neben Knödel schlief hatte sich schon vor Tagen einen alten
Besenstiel besorgt, mit dem er Knödel anstieß, wenn er allzu laut
schnarchte. Diesmal aber nützte anstoßen gar nichts. Mein Kamerad rastete
schließlich aus und prügelte regelrecht mit dem Besenstiel auf Knödel ein.
Morgens war er dann selbst vom UvD nicht wachzukriegen. Angesichts
seiner Verletzungen vom Fenstersturz und der blauen Flecken vom Besenstiel
wurde dann von oberer Seite gemutmaßt, daß er eine Prügelei angezettelt
hätte. Auf der Wache wurde dann seine Alkoholfahne sofort bemerkt, zumal
er noch ein paar dumme Sprüche gerissen haben soll. Er hat dann "nur" 3
Wochenenddienste aufgebrummt bekommen.
(Von Jürgen
Bruns)
'Schüttelhannes' Der
Gefreite Schüttelhannes war in der Kompanie bekannt wie ein bunter Hund.
Eigentlich hieß der Gute ja Schleppkenhans*, aber nach einem
'Wachvorfall' der besonderen Art nannte ihn kaum noch jemand
so.
Schleppkenhans und einige seiner Kameraden lagen abends in der
Wachstube in ihren Feldbetten und versuchten, bis Beginn der nächsten
Schicht noch etwas Schlaf zu finden. Das heißt, alle außer Schleppke
versuchten es, denn Schleppke hatte Druck und holte sich erst einmal einen
runter. Seine Kameraden sagten angesichts des unterdrückten Keuchen und
Stöhnens in der Wachstube erst einmal nichts. Wenn der Arme so einen
Hormonstau hat, dann sei ihm der Abbau auch gegönnt. Aber
Schleppkenhans war ein Genießer. Kurz vor dem Abgang legte er eine Pause
ein, um dann frisch gestärkt wieder ans Werk zu gehen. Dieses Spielchen
wiederholte sich einige Male. Schließlich wurde es seinen Kameraden zu
bunt:
'Hör auf zu schütteln, Hannes. Wir wollen
schlafen.
Ähmmm, ich habe nicht gewichst, ich hab' mich nur am Kopf
gekratzt...
Das war das Ende von Schleppkenhans und die Geburt
von Schüttelhannes...
Aber Schleppke's Aufstieg zum Deppen der
Kompanie hatte schon viel früher begonnen. Am ersten Tag nach der
Einberufung ist es üblich, die neuen Rekruten durch die Kaserne zu führen,
um sie mit den Lokalitäten vertraut zu machen. Nach einem solchen Rundgang
stand der Zug angetreten vor dem Block und erwartete die Anweisung 'Auf
die Stuben wegtreten' von ihrem Zugführer. Doch dieser vergewisserte sich
vorher noch, ob alle Fragen geklärt seien. Schüttelhannes hatte
selbstverständlich noch eine:
'Wo war eigentlich noch mal der
Parkplatz?'
Der Zug bedankte sich anschließend für die
zusätzliche Kasernenrunde.
Schleppke war es auch, der fragte, ob er
an der BW-Tankstelle auch sein Privat-PKW betanken dürfe. Im Gelände blieb
Schleppke, obwohl soeben Stellung befohlen wurde, aufrecht stehen, kramte
umständlich in seiner Hosentasche herum, holte sein Taschentuch heraus und
trompetete lautstark hinein.
'Schütze Schleppkenhans! Es ist
Stellung befohlen!' Aber... Aber... ich mußte mich doch
schneuzen...
In der Stammeinheit arbeitete Schüttelhannes als
der Eierschunkler vom Refü. Jeder Soldat, der sein Büro betrat, wurde mit
den folgenden Worten begrüßt:
'Hallo, komm rein, setz dich und
nimm dir ein Keks. Oh, wir haben ja keine Kekse. Also setz dich
nur.'
Wenn man also wartet und wenn während der Wartezeit 4
oder 5 weitere Soldaten das Büro betreten, die alle mit dem selben Spruch
empfangen werden, dann ist man wirklich bereit, die mühselig auf den
Schießplatz antrainierten Fähigkeiten in der Praxis einzusetzen, wenn nur
die blöden G3's nicht unter Verschluß wären...
* Name von der Red. geändert.
'Wildsau' Das
wäre Obelix nicht passiert: Auf der nächtlichen Flucht vor einem
Wildschwein ist ein Bundeswehrsoldat im westfälischen Coesfeld auf einen
Baum geklettert und rief per Handy die Polizei um Hilfe. Die Beamten kamen
auch prompt, 'trafen aber keine Sau mehr an', berichtete ein
Polizeisprecher. Daraufhin traute sich der Soldat vom Baum herunter und
bedankte sich bei seinen Rettern. Der 23jährige war nach einem Diskobesuch
auf dem Weg in die Kaserne im Wald von dem Tier überrascht worden. Für
einen Kampfeinsatz gegen Wildschweine war er offenbar nicht ausgebildet
worden.
(Aus der Recklinghäuser Zeitung vom
29.7.1999)
Hubschrauber-Löschbereitschaft: Ich
war damals in meiner Stammeinheit in der GFZ-Kaserne in Mainz. Auf dem
Gelände befindet sich auch das Gebäude des Stabes des WBK 4
(Wehrbereichskommando).
Auf dem Gelände befand sich weiterhin ein
kleiner Hubschrauberlandeplatz für VIP-Flüge. So etwa 3 mal die Woche
landete denn auch entweder ein hohes Tier vom Militär oder auch mal ein
Politiker. Prominentestes Beispiel war z.B. Kanzler Kohl auf dem Weg in
ein Gericht in Mainz (ging damals durch die Presse...).
In dieser
Kaserne tat sich keiner weh, seilen gehörte zum guten Ton, die
Kappenpflicht war aufgehoben (wegen der ganzen Lametta-hengste vom WBK)
und Wache mußte man auch nicht schieben (die übernahm ein ziviler
Wachdienst !).
So weit, so gut. Der ranghöchste Offz der Kaserne
war ein 2-Sterne-General. Den kannte man höchstens vom Vorüberfahren
seines Dienstwagens. Aber sein Stellvertreter, ein strenger Oberst, war
öfter auf besagtem Hubschrauberlandeplatz anwesend. Wohl meist um ebenso
besagte (militärische) VIP´s zu begrüßen.
Jetzt kommt unsere
Aufgabe ins Spiel: Die Bereitschaft unserer Einheit (immer 2
Mannschaftsdienstgrade) wurde eigentlich nie gebraucht, außer ein
Helikopter landete. Kurz vorher wurden dann vom WBK telefonisch 2 Mann
angefordert. Am Landeplatz befand sich außer viel Asphalt absolut keine
Sicherheitseinrichtung außer einem 250 Liter Tankwägelchen auf einem
Anhänger, den man per Hand ein Stückchen aus seiner halboffenen Garage
zog, den Schlauch in die eine und den Abzugshahn in die andere. Wir hatten
natürlich öfter mal mit den Heli-piloten geplauscht und die meinten: Wenn
der Heli brennt, dann nichts wie weg, mit dem Ding ist da eh´ nichts zu
machen. Das ganze war also ziemlich für die Hasen...
Also, es
kam mal wieder ein Heli mit 'nem französischen General und 2 meiner
Kumpels standen an der Spritze (einer für den Schlauch, der andere zum
Grüßen, sollte ja zackig aussehen !). Und ich fuhr mal wieder meine
Lieblingsstrecke im BW-Kübelwagen (Ja, genau das absolute Hasen-Kabrio mit
klappbarer Frontscheibe !) zum Landeplatz, denn da konnte man so richtig
gut Powerslides üben :-)
Dummerweise kommt genau nach 'ner halben
Minute dieser Oberst an um auf den Heli zu warten. Unsere, äh, Übungen
hatten wir gottseidank noch nicht gestartet, aber jetzt einfach über die
Ausfahrt an ihm vorbei und womöglich erklären was wir denn hier zu suchen
haben...nein, dachten wir (zu zweit im Wagen), die Blöße geben wir uns
nicht. Also richtig vorschriftsmäßig exakt parallel und Stoßstange an
Spritze neben die Jungs von der Löschbereitschaft gefahren. Der Oberst
grüßt, wir aus dem (offenen) Kabrio zurück. Der Oberst grüßt die
Löschbereitschaft, die Löschbereitschaft zurück (wie immer). Und da kommt
auch schon der Heli angeschwebt. Heli landet, General steigt aus, Heli
startet (wie immer). Der Oberst grüßt den General, der General zurück (wie
immer). Ein Wagen fährt vor, der General steigt ein, der Wagen fährt ab
(wie immer?).
O.K. Wir fahren Richtung Ausfahrt
Hubschrauberlandeplatz.
NEIN !!!, die haben den Oberst vergessen.
Verdammte Hacke! Der kommt auf uns zu. War ja klar. Ist nicht wie immer
gewesen, da muß er doch nachhaken. Ich werd immer nervöser.
An
der Ausfahrt fängt er uns ab. Oberst: "Guten Tag meine Herren, welche
Aufgabe haben denn SIE eigentlich ???" Ich (mich reitet der Teufel):
"Keine, Herr Oberst!" Oberst (völlig entgeistert): "Keine ???" Ich:
"Absolut gar keine!" Oberst (völlig verdattert): "Keine...hmmm,ähh,gut,
weitermachen..." - streicht sich über den Bart und biegt schnellen
Schrittes um die Ecke.
Die Löschbereitschaft (in Hörweite) versucht
bereits krampfhaft das LACHEN hinter ihren Sonnenbrillen zu verstecken.
Als der Oberst ausser Sichtweite ist, bricht mein Beifahrer zusammen mit
den 2 an der Spritze mit schallendem Gelächter völlig
zusammen...
(Von Christoph S.)
Für Offiziere... Als
mein Kumpel auf einem Fliegerhorst Dienst tat, war es üblich, daß der
Dienstbeginn inkl. Wetter per Fliegerhorst-Rundsprechanlage bekannt
gegeben wurde. Das mußte dann ein Wehrdienstleistender machen und hörte
sich etwa so an:
"Guten Morgen! Das Wetter: blabla...Es ist
7.30, Dienstbeginn."
An seinem letzten Tag machte der W15er wie
üblich seine Meldung. Anschließend knackte es noch einmal und es kam die
Meldung:
"Nochmal für Offiziere: Es ist dann 7.30 Uhr, wenn der
kleine Zeiger auf der 7 steht und der Große auf der 6!"
Drei
Minuten später meldete sich der Geschwaderkommandant mit den
Worten:
"Derjenige der das gesagt hat, soll sofort zwecks
Wehrdienstzeitverlängerung bei mir antreten! Das ist ein
Befehl!"
Resultat: 3 Wochen nachdienen.
(Von Jürgen
Bruns)
Mein 'bestes' Schießergebnis Während
unserer Grundausbildung mußten wir jede Woche für einen Tag auf die
Schießbahn. An einem dieser Tage stand auch ein Übungsschießen mit der MP
(UZI) auf dem Plan. Geschossen wurde mit 12 Kugeln auf eine Zielscheibe.
* Ich schoß also. Anschließend begutachtete der als
Sicherheitspersonal eingeteilte Stuffz die
Zielscheibe.
Stuffz: 'Nicht schlecht, Schütze Gansel. Bis
auf zwei alle ins Schwarze. Zur Belohnung dürfen sie gleich mit dem Tonner
zurück in die Kaserne. Schreiber, 144 Punkte.' Ich: 'Ähmm,
das geht nicht. Ich kann keine 144 Punkte haben.' Stuffz:
(schaut sich die Scheibe nochmals an) Für mich sind und bleiben das 144
Punkte. Ich: 'Kann nicht sein.' Stuffz:
'Und warum, wenn ich fragen darf?' Ich: 'Ich habe 12
Schuß abgegeben, das Schwarze zählt 10 Punkte. 10*12 ergibt
was? Stuffz: 'Ähhmm, ich glaube, sie haben recht. Das
müssen wir wohl nochmal rechnen.'
Das Schießergebnis war aber
trotzdem noch gut genug, um als Belohnung mit den Tonner in die Kaserne
zurückfahren zu dürfen. 5 km Marsch und Gesang gespart (-:
*Wenn sich jemand beschweren will, weil mit der
UZI niemals mit 12 Kugeln geschossen wird: Diese Geschichte liegt
schon einige Jahre zurück und mit wie vielen Kugeln nun tatsächlich
geschossen wurde, kann ich im Nachhinein nicht mehr sagen. Für die
Geschichte ist das aber auch nur nebensächlich.
Zwoter, bitte kommen! Auf
meiner letzten Übung bei der Bundeswehr spielte sich eines Abends
folgendes Miniaturdrama ab: Abends um halb 10, nach einer Nacht ohne
Schlaf wollte unser Zugführer jemanden anfunken. Man hörte
also:
'Acht zwo, hier Zugführer zwoter, bitte
kommen!'
Nur hatte der gute Mann völlig vergessen, dass er den
Zug gewechselt hatte. Ergebnis: Er rief sich selber, da acht zwo die
taktische Abkürzung von Zugführer zwoter war. Naturgemäß fühlte sich jetzt
niemand veranlaßt zu antworten. Dieses Schweigen im Äther wurde zuerst
noch geduldig aufgenommen:
'Acht zwo, hier Zugführer zwoter,
bitte kommen, bitte kommen!!'
Natürlich wieder keine Antwort.
30 Sekunden später:
'Acht zwo, hier Zugführer zwoter, bitte
KOMMEN KOMMEN!!!!'
Stille, aber nur noch 10 Sekunden (die
Geduld ging zu Ende):
'Acht zwo, Acht zwo, hier Zugführer
zwoter, hier Zugführer zweiter, KOOOOMMMMENNN!'
Inzwischen war
wohl alles was auf der Frequenz hören konnte nur noch am Gröhlen, der
Humor war wie immer einseitig, dem guten Mann riß nun endgültig der
Geduldsfaden:
'Acht zwo, WENN SIE NICHT AUF DER STELLE ANTWORTEN
DANN KOMME ICH PERSÖNLICH VORBEI UND DANN BRINGE ICH IHNEN BEI, WAS ES
HEIßT, MIR NICHT ZU ANTWORTEN!'
Es erbarmte sich der
Feuerleituffz, machte seinen Bagger auf und rief: Das sind sie doch
selbst" hinüber. Man konnte die darauffolgende Stille regelrecht hören,
was auch daran lag, dass inzwischen kaum noch jemand Luft zum Atmen
hatte. Wer dachte, das war es jetzt, der wurde eines besseren belehrt.
Zwanzig Sekunden später:
'Zwotes, hier Zugführer zwote, bitte
kommen.'
Na, endlich, wir waren gemeint, also
Antwort:
'Zugführer zwoter hier zwotes kommen'
Und
nun kam es:
"Hier, (Pause), ähhh, (längere Pause), mhhh, (ganz
lange Pause), WER ZUM TEUFEL WAR ICH JETZT NOCH MAL, (Pause), äh, (lange
Pause in der detulich vom Feuerleituffz der Ruf zu hören war: "Zugführer
zwoter"), ach ja, hier Zugführer zwoter, wieviel Schuß haben Sie noch am
Geschütz, kommen?"
Zur Antwort mußte mein Funker aufs Dach der
Haubitze klettern, damit unser Lachen nicht über Funk zu hören
war.
(Von Florian Trombach)
Fähnrich F., die erste: Der
dämlichste Vorgesetzte, den ich bei der BW erlebt habe, dass war Fähnrich
F. Er kam als Fahne, wurde Oberfahne und ging als Lolli. Und niemals, wenn
von ihm gesprochen wurde, dann anders als so. Sein Name und sein
Dienstgrad fielen einem nur ein, wenn er vor einem stand.
Er führte
sich gleich richtig ein. Wir waren im Gelände mit den Haubitzen, als er
mit dem Spieß vorfuhr. Der neue Zugführer. Die Spannung war groß, immerhin
war es noch völlig offen, wie der sich einpassen würde (tja, wenn die
Uffze rar sind und die Mannschaften die Geschütze führen, dann ist die
normale Hierarchie ein wenig auf den Kopf gestellt).
Er also,
sportlich, sportlich, in das erste Geschütz reingehüpft, dort allen
Menschen die Hand gegeben und das ohne militärisches Antreten. Sah gut
aus, machte Eindruck. Er stellte auch die richtigen Fragen, hörte zu,
kurzum, es ließ sich gut an bis zu dem Moment, an dem er aus dem Bagger
raus wollte. Nun muß man sich dafür schon ziemlich tief bücken und darf
sich erst einen Schritt NACH der Luke wieder aufrichten, weil außen noch
Staukästen angebracht sind. Fähnrich F. bückte sich, ging durch die Luke
und richtete sich auf. Ein dumpfes Dröhnen (Hohlkörper auf Hohlkörper) ein
Schrei und ein Fluch waren zu hören. Na ja, ist jedem Mal passiert, hatten
wir direkt Mitleid mit. Nur...
...bei jedem der drei Geschütze aus
denen er an diesem Tag ausstieg richtete er sich sofort nach der Luke auf.
Und es blieb nicht dabei. Es war direkt absonderlich. Bis zum Ende seiner
Zeit bei uns haben wir immer darauf gewartet, dass er mal ohne
Kopfschmerzen das Geschütz verläßt. Er hat auch nie begriffen, warum er
bei Inspektionen nachts immer nur höchstens ein Geschütz überraschen
konnte. Die anderen waren ja akustisch bestens vorgewarnt. Ein Dröhnen,
ein Schrei, ein Fluch und alle wußten, die Fahne ist wieder unterwegs.
Selbst an seinem letzten Tag hatte der arme Kerl es nicht gelernt. Er
wollte noch ein paar Fotos von sich im Geschütz haben. Beim Aussteigen...
richtig. Der Zug lag hilflos japsend am Boden als er dann noch sagte: "Ich
glaube bald habe ich es begriffen!"
(Von Florian
Trombach)
Fähnrich F., die zwote: Irgendein
Witzbold war auf die Idee gekommen, uns im Biwak übernachten zu lassen.
Verpflegung: Pro Nase 2 Kartoffeln, 1 Zwiebel, 1 Ei, Brot und Butter (Salz
war vergessen worden). Jetzt saßen wir vor unserem Lagerfeuer und
überlegten, was man damit so machen kann. Wir hatten uns gerade auf Rührei
geeinigt, da kam F. vorbei. Er machte daraufhin den glorreichen Vorschlag,
das Ei dadurch zu erhitzen, dass man es ins Feuer rollen sollte. Es hat
ihn auch nicht stutzig gemacht, als wir ihm gesagt haben, dass er das
bitte mit seinem ausprobieren sollte. Er fing immer noch nicht an zu
denken, als wir alle in Deckung gingen nachdem das Ei im Feuer lag. Erst,
als es platzte (das geht wie in der Mikrowelle) und er ziemlich gut mit Ei
bekleckert war, wurde ihm klar, wie dämlich seine Idee doch gewesen war.
Zumindest waren wir am nächsten Morgen aller Diskussionen über nicht
geputzte Klamotten ledig, denn er konnte mit Sicherheit nichts mehr
sagen.
(Von Florian Trombach)
Fähnrich F., die dritte: Zu
den Grundtugenden eines Vorgesetzten bei der BW gehört das: "IHHM
GLEICHSCHRITTT MAAARSCH! LINKS ZWO DREI VIER, LINKS ....." F. gehörte nun
aber zu jenen seltenen Vögeln, die absolut kein Rhythmusgefühl haben. Er
zählt ungefähr so... Links...zwo..drei......virr. Alle Versuche von uns,
ihm klarzumachen, dass nicht wir falsch gehen, sondern er falsch zählen
würde blieben so lange erfolglos bis er mal von einem Hauptmann der Grenis
zusammengestaucht wurde mit Ausdrücken, die disziwürdig waren. Die Grenis
übten auf dem gleichen Platz gerade mit neuen Rekruten...
(Von
Florian Trombach)
Fähnrich F., die vierte: Nachtschlaf
ist eine schöne Sache. Leider ist sie auf Übungen bei der BW teilweise
etwas seltener (es gibt auch Einheiten wo TTV nicht ganz oben steht). Um
drei Uhr morgens erforderte es die Manöverlage: Stellung verlegen. Nun gab
es da ein kleines Mißverständnis zwischen der höheren Ebene und F.
Zwischen Vorbereiten zum Stellungswechsel und Stellungswechsel ist eben
halt ein kleiner Unterschied. Ergebnis: Hektische Anfrage von oben, warum
wir nicht schon längst in der neuen Stellung wären. Es kam also zu einem
überhasteten Aufbruch und F vergaß völlig, uns über die Lage der neuen
Stellung zu informieren. Wäre auch nicht tragisch gewesen, wenn er nicht
seinem Fahrer gesagt hätte: So lange geradeaus, bis ich etwas anderes
sage. Der arme Mensch hielt sich natürlich dran, nichts ahnend, dass sein
Chef nach 5 Minuten im Stehen eingeschlafen war. So fuhren wir und fuhren
wir und fuhren wir... über eine halbe Stunde geradeaus. Dann ging es nicht
mehr weiter und beim Bremsen wachte er dann auch prompt auf. War gar nicht
so einfach, herauszufinden, wo wir waren und wo wir denn nun hinsollten
und das ganz dann möglichst auch noch, ohne dass es Vorgesetzten auffiel.
Vertuscht wurde das Ganze übrigens durch eine Reihe von "Motorpannen" was
den Fahrer noch den Rüffel einbrachte, sie sollten besser
aufpassen.
Ach ja: Am Tag vorher hatte F. noch folgenden Spruch
gebracht:" Nun stellen Sie sich nicht so an mit dem Schlaf. Sie werden
sich ja wohl noch ein bisschen zusammenreißen können!"
(Von
Florian Trombach)
Fähnrich F., die fünfte: Es
ist eine Binsenweisheit, dass man niemals eng hinter einem Panzer
herfahren soll, weil die a) so schnell bremsen und b) dabei auch noch
hinten erst hochgehen um sich dann auf das druntergefahrene Auto zu
senken. Ist für das Auto und die Insassen nicht so gesund, dem Panzer ist
es egal. Für Panzerhaubitzen gilt ähnliches. Weniger bekannt ist indessen,
dass zwar ein Panzer bei 40 innerhalb von 5 Metern steht, der Panzerchef
aber einen Bremsweg von 15 Metern hat, wenn er vorher nicht Bescheid
weiß.
Und so sollte F eines Tages auch mal ein Geschütz führen. Und
da machte er dann den fatalen Fehler, dem Fahrer "Panzer halt" zu
befehlen. Das bedeutet aber (im Gegensatz zu "Panzer anhalten") eine
sofortige Vollbremsung. Befohlen, ausgeführt und F. flog in hohem Bogen
über die ganze Haubitze hinweg in eine riesen Schlammpfütze auf dem Feld.
5,8 in der B-Note, keine schweren Verletzung, nur der Kopfhörer für den
Funk war hinüber. Aber für 3 Tage mußte er mit der verschlammten Kombi
durch die Gegend laufen und jedesmal wenn ein Vorgesetzte kam war er garde
hinter´m Busch.
(Von Florian Trombach)
Fähnrich F., die sechste: Er
hatte es endlich geschafft. Wir hatten ihm über alle Hürden hinweggeholfen
und er wurde zum Lolli befördert. Na ja, eine Hürde war noch, eine
Nachtübung. Er hatte inzwischen begriffen wie der Hase lief und zwei Tage
vorher war die Anzahlung in Form von Bier und Würstchen verputzt und die
Feier war auch schon geplant. Wir also noch einmal ganz brav so getan als
würde er die Befehle geben. 4 Uhr morgens: Oberst zufrieden, Belobigung
ausgesprochen, F. erleichtert. Und dann bringt er folgendes: In seiner
Erleichterung zündet er sich neben dem Oberst eine Zigarette an. Nachts,
auf einer Übung. Der Oberst fast einen Koller bekommen. F. einigermaßen
vernünftig reagiert, Belobigung bleibt aufrecht, Beförderung in Sicht und
er geht mal zu den Geschützen um sich zu bedanken. Erstes Geschütz, dröhn,
zweites Geschütz, dröhn und auf dem Weg zum dritten zündet er sich mitten
auf dem freien Feld noch eine an. Der Schrei des Oberst übertönte mühelos
einen Panzermotor. Das Ergebnis: Am nächsten Tag wurde noch eine
Nachtübung angesetzt um ihm die nun verpatzte Beförderung zu retten. Es
war wahrscheinlich eine der teureren Beförderungen bei der BW, denn
diesmal mußte er uns richtig versorgen, damit wir mitmachten. Batteriefest
mit kaltem Buffet und Bier und Schnaps bis zum Abwinken. Tja, Dummheit
kann teuer werden.
(Von Florian
Trombach)
Eine Bombe platzt... Ich
hatte Haupttorwache. Es war früh am Morgen, sehr früh, denn es war noch
dunkel. Ich sitze also mit einem zweiten Wachsoldaten gemütlich im
Wachgebäude. Kreuzworträtsel, Zigarette, das übliche halt. Plötzlich fährt
ein alter VW-Bus vor. So einer, wie er gerne in Terroristen-Filmen zum
Einsatz kommt. Mit einem Affenzahn vors Tor gefahren und scharf gebremst.
Der Fahrer steigt ca. eine halbe Minute später aus, geht zum Tor und
schiebt ein kleines weisses Päckchen unten durch. Ich schaue meinen
Kameraden an, er schaut mich an. Beflügelt durch den fehlenden Schlaf und
erhöhten Stress der vergangenen Wachstunden, und das ominöse Aussehen des
VW-Busses denken wir beide natürlich gleich ans Schlimmste. Genau, an eine
Bombe oder sowas in der Art. Fünf Minuten lang saßen wir starr wie
Salzsäulen im Wachgebäude, bis sich mein Kamerad dazu entschloss, unseren
Wachuffz zu informieren. Der natürlich total müde und sauer aufgestanden,
sich die Story angehört und aus dem Wachgebäude geschaut. "Los, einer von
euch geht nachsehen" sagte er zu uns. Da mir beim Bund sowieso alles egal
war, bin ich direkt auf diesen Befehl rausgegangen um die "Bombe" zu
bergen. Ich also hin und als ich auf einen Meter ran war, musste ich mir
dermaßen das Lachen verkneifen, denn ich wollte mir noch einen kleinen
Spass gönnen. Ich hob das Päckchen ganz vorsichtig hoch und trug es
langsamen Schrittes Richtung Wachgebäude. Mein Wachkamerad öffnete die Tür
und sah dabei, wie der Uffz auch, ziemlich ängstlich aus. Ich grinste,
warf die Kompaniezeitungen auf den Boden und sagte: "Hier habt ihr was zum
lesen". Wir haben unserem Uffz am nächsten Tag ein paar Bier spendiert,
damit er seine Klappe hält.
(Von Michael
Adler)
Der Durchbruch Ich
war bei der Panzertruppe und so ein Leopard II hat bekannterweise ein
Flak- und ein Turm-MG. Wir hatten Übung, in der vom Flak-MG mit
scharfer Mun und vom Turm-MG mit ÜbMun geschossen wurde. Da bei ÜbMun das
MG mit einem geschlossenen Mündungsfeuerdämpfer benutzt wird, hatte
folglicherweise das Turm-MG genau diese geschlossene Version. Nun
kommen auch beim besten MG gelegentlich Störungen ins Spiel. Unser
Ladeschütze, der u.a. das Flak-MG bedienen musste, hatte gerade einer
dieser Störungen. Und da es beim Übungsgefecht um die Wurst ging, tauschte
er kurzerhand das Flak-MG mit dem im Turm. Leider tauschte er nicht die
Mündungsfeuerdämpfer. Und so kam es, das wir nach der Übung einen offenen
MFD mehr und einen geschlossenen MFD weniger hatten. Nach der Auswertung
des Inhalts vom Patronenauffangsack konnten wir sehen, das die dritte
Patrone den Durchbruch schaffte.
(Von Michael
Adler)
Dämlack an der Grenze Auch
im österr. Heer gibt es ziemlich dumme Soldaten. Einer dieser Soldaten
war ein gewisser M. Ringhuber (Name "leicht" geändert *g*). Im sechsten
Monat unserer Dienstzeit hieß es für uns ab an die Grenze
(Österreich-Ungarn) für 30 Tage Grenzschutz. Man kann nichtmal sagen, daß
wir unglücklich darüber waren. Da es ja ein Einsatz und keine Übung war,
wurden wir natürlich auch nicht geschunden wie ansonsten. Störend waren
lediglich die -20 Grad die wir teilweise hatten (vor allem in der Nacht
und bei Wind ziemlich unangenehm) und die endlose Steherei auf dem Posten.
Auf einem Posten standen immer zwei Rekruten. Prinzipiell durften wir uns
aussuchen, mit wem wir den Posten bekleiden wollten, nur in der letzten
Woche hat sich unser Gruppenkommandant dazu entschlossen mal die zusammen
auf einen Posten zu stellen, die bisher noch nicht das Vergnügen
hatten. So kam es, daß ich also mit "Ringl" wie wir zu Ihm sagten, 7
Tage und Nächte lang (natürlich mit zeitweiligen Unterbrechungen) alleine
in der "Wildnis" verbringen durfte. Am schlimmsten waren immer die Nächte
(Dienst von 18:00 Uhr bis 6:00 Uhr morgens). Schlafen am Posten war
natürlich strengstens verboten, nach 1-2 Wochen war's den meisten aber
dann egal und man wechselte sich stundenweise ab. Einer pennte in der
Posten-Hütte und der Andere stand davor und hielt Wache. Wissend wie
dämlich mein Posten- Kollege ist, versuchte ich natürlich Kapital daraus
zu schlagen wenn ich schon eine Woche lang mit dieser Hohlbirne verbringen
musste. Ich legte mich also in die Hütte und schlief die erste Stunde
wie's ausgemacht war. Nach der Stunde weckte er mich auf und ging selbst
hinein um zu schlafen. Ringl war ein Phänomen. Es dauerte keine 20
Sekunden und der Typ pennte wie ein Stein. Naja, ich wollte natürlich
keine ganz Stunde draussen stehen und ging daher nach 10 Minuten in die
Hütte und weckte Ihn mit den Worten: "Na was is los Ringl, jetzt pennst Du
schon wieder fast 1 1/2 Std., stell Dich endlich mal wieder raus!!!".
Völlig geschockt sprang er dann immer auf und stellte sich wieder brav vor
die Tür auf den Posten und ich hatte wieder eine Stunde mehr Schlaf. In
der dritten oder vierten Nacht unserer gemeinsamen Dienstzeit geschah es,
daß sich - als Ringl schon 5-10 Minuten schlief - ein kleiner Geländewagen
(Puch) näherte. Das gefiel mir natürlich gar nicht, da mit solchen
Fahrzeugen entweder Förster (um diese Uhrzeit eher unwahrscheinlich) oder
im schlimmeren Fall hohe Tiere unseres lieben Bundesheeres unterwegs sind
und ich beschloss deshalb Ihn mit dem weiteren Vorgehen unsererseits zu
beauftragen. Ich klopfte also an die Türe, schrie nur: "Da kommt wer!!!".
Jetzt kam mein lieber Freund natürlich in einen leichten Streß: Da der
Temperaturunterschied zwischen Hütte und draussen ungefähr 30 Grad betrug,
mussten wir uns natürlich beim pennen einiges ausziehen. Durch die eisige
Kälte war es noch dazu seeehr viel was da aus- und nachher wieder
anzuziehen war. Ringl versuchte sich nun natürlich verzweifelt zu
adjustieren. Oder besser gesagt so gut, wie es eben in 10-15 Sekunden
möglich war. Wichtiges Detail nebenbei: Einer aus unserer Gruppe
(Hofstätter hieß er) ist kurz vor der Abfahrt an die Grenze krank geworden
und blieb in der Kaserne, sollte aber nach Genesung sofort nachkommen. So
standen wir jetzt (in der Dunkelheit) vor der Posten-Hütte, ich bestens
adjustiert und Ringl wie der letzte Penner aus den Slums. Ausgemacht ist
aber ausgemacht und so kümmerte sich Ringl zunächst alleine um unseren
"Besuch". Mir war eigentlich sehr schnell klar, daß es sich bei den Typen
im Puch nur um den Kommandanten des gesamten Grenzeinsatzes (ein verdammt
hohes Tier) mit seinem Gefolge handeln konnte. Ringl allerdings dürfte das
noch nicht mitbekommen haben, entweder aus Gründen seiner (teilweisen)
Nachtblindheit oder weil er noch etwas verschlafen war. So steht der
zerzauste Ringl also vor den 3 (ein Brigadier, ein Oberstleutnant und ein
Leutnant), nimmt seine Taschenlampe, leuchtet dem Brigadier mitten ins
Gesicht und sagt: "Hofstätter, bist es Du?". Ich habe keine Ahnung wie der
Typ auf die Idee gekommen ist zu glauben, daß um 3 Uhr Nachts ein Puch zu
unserem Posten kommen würde um einen Rekruten abzuliefern der wegen
Krankheit erst verspätet zum Grenzeinsatz gekommen ist... Ich hab den
Gesichtsausdruck der Drei nicht wirklich erkennen können, aber ich hab Ihn
mir mindestens 100 Mal vorgestellt. Anstatt eine richtige Meldung zu
erstatten, laberte er also irgendwas von diesem Hofstätter und fing sich
so gleich mal das erste Gebrülle des Brigadiers ein, dessen erste Frage
Richtung Ringl war ob er den total besoffen sei. Als Ringl mitbekam, was
eigentlich vor sich ging, versuchte er verzweifelt noch irgendwie eine
Meldung rauszubringen, was Ihm aber auch nach 5-10 Anläufen nicht
gelang. So wandte sich der Brigadier schließlich an mich, ich lieferte
die Meldung anweisungskonform ab und wurde sogar noch gelobt. Ringl
verbrachte die letzten Tage an der Grenze auf einem Feldposten, dessen
Aufgabe darin bestand die ganze Nacht in einer Wiese zu liegen und nach
Geräuschen von möglichen illegalen Grenzgängern zu
lauschen.
(Von Werner D.)
Tür auf, Tür zu - was denn nu? Bekanntlicherweise
zählt ja der letzte Befehl, den man bekommt, und Vorgesetzte sollten
wissen, was sie sagen - theoretisch. In unserem
Stabs-Fernmeldebattailon saßen wir mal wieder auf unseren Stuben und
drehten Däumchen (die wichtigen Aufträge, wie Fahrzeuge umparken und
technischer Dienst an selbigen war bereits vollzogen). Auf einmal hieß
es "Zwoter Zug, Türen auf!" Flugs zur Tür und der Dinge geharrt,
die da kommen mögen. Der Stabsunteroffizier hatte schon so ein Grinsen im
Gesicht: "So! Die Reviere und Stuben sehen saumäßig aus. Wir werden
jetzt ein kleines Stuben- und Revierreinigen veranstalten. Zeitansatz:
eine Stunde. Die Türen bleiben offen [(damit wir sehen, ob sich jemand
verpißt)]. Fragen? --- Keine?! 'Zwoter Zug Türen zu'!" Türen zu?
Alles klar - also hinsetzen und Däumchen drehen. (P.S. Der Block ist
sowieso einsturzgefährdet; wir dürften theoretisch gar nicht drin sein.
Aber Hauptsache, der Block ist sauber, wenn er mal abgerissen
wird)'
(Von Mark Morschhäuser)
Der dümmste Gefreite aller Zeiten, Teil
1 Ein
Spass war es, als wir den wahrscheinlich dümmsten Gefreiten aller Zeiten
verarschten. Der gute Mann hatte zum erstenmal GvD (Gefreiter vom Dienst,
eine Art Telefonposten) und der UvD (Unteroffizier v. Dienst) war gerade
nicht anwesend. Also: Im Dienstzimmer klingelt das Telefon. "Stabskompanie
Panzerbrigade 34, GvD Gefreiter Stolberg." "Hier ist General Motors,
US-Army. Und gehen Sie gefälligst in Grundstellung, wenn Sie mit mir
reden." Stolberg springt in Grundstellung. "Jawohl, Herr General." "Sie
gehen jetzt zum HG Butte, empfangen dort den Schlüssel zum Verfügungsraum
und übergeben ihn dann an Major Nese!" "Jawohl, Herr
General." Stolberg legt auf, verlässt das Dienstzimmer, sucht eine
Viertelstunde nach dem HG Butte, findet ihn natürlich nicht, läuft auf der
Suche nach dem "Schlüssel zum Verfügungsraum" (den gibt es gar nicht,
Verfg.Raum ist ein taktischer Begriff für einen best. Punkt im Gelände)
eine halbe Stunde lang durch die Kaserne, bekommt schliesslich erklärt,
dass man ihn verarscht hat und kehrt wieder auf seinen Posten
zurück.
(Von Klaus G.)
Der dümmste Gefreite aller Zeiten, Teil
2 Ein
anderes Mal hatten die Leute von der Küche einen dieser Wackel-Dackel
gekauft und auf die Theke vorn bei der Essensausgabe gestellt. Stolberg
hatte so ein Viech noch nie gesehen, guckte ganz erstaunt und fragte: "Was
ist denn das?" Die Küchenjungs kannten ihn schon und erzählten ihm:
"Das ist eine Überwachungskamera, die filmt alle Essenteilnehmer und funkt
die Bilder direkt in die geheime Staatskartei." Wir wollten es nicht
glauben, aber Stolberg begann tatsächlich, die Tische auf
Abhöreinrichtungen zu untersuchen, bis ihn der Küchenfeldwebel
rauswarf! Kein Gag, wir waren mindestens zwanzig Zeugen! Seither war
jeden Mittag und Abend ein atemberaubendes Schauspiel zu beobachten:
Stolberg stand nach dem Essen auf, schaute unter den Tisch, unter den
Stuhl, brachte sein Tablett weg, kam an den Tisch zurück, schaute abermals
darunter und rückte den Stuhl hin und her, ehe er ging.
(Von
Klaus G.)
Der dümmste Gefreite aller Zeiten, Teil
3 Ein
anderes Mal kam er abends nach Dienstschluß auf mich zu und fragte: "Herr
Hauptgefreiter, wo issen hier das Traditionseck?" (Er redete mich
seltsamerweise immer so an, obwohl ich ihm öfters sagte "Junge, mach
locker, ich bin doch auch nur Mannschaftsdienstgrad.") Ich sah ihn etwas
erstaunt an: "Äh, Traditionseck? Gibts hier nicht." "Doch, der Leutnant
Kaiser hat das aber gesagt." Es stellte sich folgender Hintergrund heraus:
Wir hatten an jenem Tag ein Schiessen mit holländischen Soldaten und der
Leutnant hatte beim Austausch der Siegerurkunden gesagt, die kämen ins
"Traditionseck." Stolberg war nun nicht davon abzubringen, dass es so
ein Ding geben müsste und suchte das ganze Kompaniegebäude (vergeblich)
danach ab.
(Von Klaus G.)
Der dümmste Gefreite aller Zeiten, Teil
4 Ziemlich
zu Anfang seiner Dienstzeit, als er nach der Grundi zu uns kam, wollte er
versetzt werden und zwar ins Kreiswehrersatzamt. Einige Monate zuvor hatte
die Bw im Rahmen der Nachwuchswerbung/Imagepflege mal eine Aktion laufen,
bei der Wehrpflichtige eine Telefonhotline besetzten und mit
interessierten Leuten über ihren Dienst redeten. Stolberg hatte davon
gehört und dachte nun, das sei ein permanenter Job, woraufhin er sich auf
eigene Faust beim nächstbesten KWEA nach einer Planstelle erkundigte. Die
verstanden das wohl falsch und sagten, ja, eine Planstelle als
Wehrdienstberater, dotiert mit Fw/OFw sei zu besetzen. Stolberg stellte
also treu und brav einen Versetzungsantrag, der bei uns im GeZi zuerst
Kopfschütteln und beim Chef dann einen Wutanfall auslöste. "Was bildet der
Mann sich ein, es kann doch nicht sein, dass die Leute hier auf eigene
Faust den Dienstweg umgehen, da stünde ich ja eines Tages ohne Leute
da..." so ging es einige Minuten. Wir im GeZi grinsten uns eins, es klang
einfach herrlich, wenn unser guter Major bei solchen Anlässen explodierte
wie eine Dynamitstange. Anschliessend bestellte der Chef den armen
Stolberg zu sich und erklärte ihm, dass es nicht angehe, wenn die Leute
auf eigene Faust weglaufen. Stolberg nickte zu allem treudoof und als der
Chef ihn zum Schluss fragte: "Haben Sie das verstanden?- Gut. Haben Sie
noch Fragen?" äusserte er nur: "Ja - was ist denn jetzt mit meiner
Versetzung?" Wahrhaftig, ich hätte nie geglaubt, das unser dicker Major
derartig wütend brüllen könnte :-))) Wir erwarteten halb und halb, dass
er den unseligen Stolberg gleich an seinen Jagdhund verfüttern würde, aber
am Ende begnügte er sich mit einem Rausschmiss. Ich nahm Stolberg, der
ganz unglücklich und verständnislos in die Welt guckte, daraufhin beim Arm
und führte ihn erstmal aus dem GeZi. Vor der Tür redete ich ihm noch ein
wenig gut zu und schickte ihn dann wieder zum Dienst.
(Von
Klaus G.)
Der dümmste Gefreite aller Zeiten, Teil
5 Das
war wohl ein Fehler, denn seither hatte er Vertrauen zu mir gefasst und
kam immer wieder mit den unglaublichsten Fragen zu mir, wie etwa dem
erwähnten "Traditionseck" oder bei einer gemeinsamen Wache mit
Uniformvorschriften. Ich machte daraufhin den nächsten Fehler und gab ihm
die ZDV 37/10 "Anzugordnung" in die Hand. Er guckte ganz fasziniert auf
die vielen bunten Bilder und am nächsten Morgen drohte mir der
Streifenführer mit ewiger Rache, wenn ich ihn (in meiner Eigenschaft als
stellv. Wachhabender) noch einmal mit Stolberg zusammen auf Streife
schicken würde. Der Grund: Stolberg hatte ihn während ihrer nächtlichen
Streifengänge ständig mit Fragen nach diversen Uniformen genervt! Muss
ich noch erwähnen, dass wir dem Mann vor jeder Wache den Schlagbolzen aus
dem Gewehr genommen haben? PS: Ich weiss, das klingt abenteuerlich, aber
es ist alles wahr und ich habe es selbst erlebt.
(Von Klaus
G.)
Eichgeräte für Quecksilberthermometer
Ich
war seinerzeit bei den Sanis in Stetten a. k. M., und wie ich so eines
Tages mit meinen "Doppelpommes" auf der Schulter sitze, kommt doch so ein
Fux rein und fragt mich, wo er denn Eichgeräte für Quecksilberthermometer
(O-Ton Fux!!!) herbekommt. Kurze Zeit später kam dann einer von unseren
Neu-Gefreiten und hat mich dann darüber aufgeklärt, dass ER den Fux
telefonisch als HFw Haumichblau auf die Suche nach den Dingern geschickt
hatte und der arme Soldat mächtig Anpfiff vom Oberstabsarzt für dumme
Fragerei gekriegt hat..... *g*
(Von Markus
M.)
Er druckt nicht... Und
es begab sich zu der Zeit, daß wir vom S6 (Computer, Drucker, Scheiße
etc.) einen Bericht an den Kommandeur schreiben mußten über fehlende
IT-Mittel und Ausstattung. Dank einer konsequenten Vorschrifteneinhaltung
hatten wir es uns mit sämtlichen anderen Sachgebieten verscherzt. Unter
anderem auch mit dem S4 (Nachschub Kaffee etc.).... Und so kam es wie
es kommen mußte: Das IT-Sachgebiet konnte seinen Bericht über fehlende
IT-Mittel nicht schreiben, da Druckerpatronen fehlten. Selbige hielt
nämlich der S4 eifersüchtig unter Verschluß - unter Berufung auf das
Jahresbudget (es war Anfang Januar).
(Von OG
H.)
'Quatsch dem Pastor nicht dazwischen...'
Wenn
Bundeswehr-Soldaten beten, kann sich der Priester manchmal die Haare
raufen. Ein Weihnachtsgottesdienst im Kosovo offenbarte, wie jetzt bekannt
wurde, auf unfreiwillig komische Art mangelnde Glaubenskenntnisse. Der
katholische Geistliche sprach vor den Soldaten, die meist aus den neuen
Bundesländern kamen, den Segen 'Der Herr sei mit Euch...' und wartete auf
Antwort - vergeblich, denn die Soldaten schwiegen. Nur einer erwiderte,
wie es die katholische Liturgie vorsieht: '...und mit deinem Geiste'.
Darauf rief ein Unteroffizier, sichtlich erbost über die seiner Meinung
nach wohl unangebrachte Äußerung: 'Ruhe, quatsch dem Pastor nicht
dazwischen'.
(Quelle: Recklinghäuser Zeitung,
Radiobericht)
Bier, Steaks und Zigaretten Nachdem
ich und ein paar Kameraden nach ausgefüllten 9 Montaten in Grün im Stab
eines Truppenübungsplatzes verdienterweise zu HGs befördert wurden,
beschränkten sich unsere Aufgaben im allgemeinen auf Frühstück holen und
Getränkeautomaten nachfüllen. Da die Dienstgrade natürlich auch nach
Dienstschluss ihren Spaß haben wollten, waren 4 Schächte nicht mehr mit
kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken sondern mit kohlesäurehaltigen
Gerstenerzeugnissen gefüllt. Eine unglückliche Verkettung von Zufällen
wollte, dass ich und mein Kamerad den Auftrag erhielten, "Fleisch mit Brot
fürs Frühstück" zu besorgen und irgendwann noch den Automaten aufzufüllen.
Gesagt getan, gemütlich zum Metzger gefahren, auf dem Rückweg an den
Schulen vorbei um Mädels anzugaffen und natürlich, um alle Tagesbefehle in
einem Aufwisch zu erledigen, noch beim kaserneninternen Getränkefritzen
vorbei und 2 Kästen Bier geholt. Zufällig musste es aber sein , dass just
in diesem Moment das Kaffekränzchen der Kasernenchefs mit anderen
NATO-Lamettahengsten zuende war und diese fröhlich plaudernd und
unglaublich wichtig aussehend aus dem Gebäude traten in das wir im Begriff
waren einzurücken. Ich bin mir sicher, dass diese ihre Meinung über die
Leistungsfähigkeit der deutschen Bundeswehr noch mal überdachten, als wir
ihnen entgegenkamen: Kappen in der Tasche (wer setzt die schon auf dem Weg
vom Auto ins Gebäude auf), Taschen offen, Schuhputz unter aller Sau,
Bildzeitung untern Arm geklemmt und unfähig zu grüßen aufgrund der
Überbeladung an Leberkäs- und Schnitzelwecken, Fleischsalaten, Brezeln und
Bierkästen. Mein Oberfeld, bis über beide Ohren grinsend, sah sich das
Possenspiel von einem Fenster im ersten Stock genüsslich an und empfing
uns mit den Worten: "Männer, sie wissen ja Bescheid: Wenn mich jemand
sucht - ich bin nicht da."
(Von: HG
M.)
G. Nickschuss Es
bagab sich, dass ein Oberfeldwebel, der den Abkürzungen der Bundeswehr zum
Opfer fiel, einen Gefreiten mit Namen Nickschuss in das Zugführerbüro
rufen wollte und mit kräftiger Stimme durch die Kompanie brüllte "G
Nickschuss, sofort zum Zugführer!" - Nach einem kurzen Moment brach in der
gesamten Kompanie lautes Gelächter aus. Gut, dass Gefreiter Nickschuss ein
paar Tage später zum OG Nickschuss befördert wurde...!
(Von:
Ex-HG Arne S.)
Carmageddon Ich
hatte mal eine echt seltsames Erlebnis, als ich in Stetten als Hallenwart
meinen Dienst versah. Dazu muß man sagen, daß das der lockerste Job ist,
den man sich vorstellen kann, weil man nichts anderes zu tun hat, als in
der Sporthalle zu sitzen und darauf zu warten, daß sich jemand Geräte
ausleihen will. Außerdem hatte ich die Erlaubnis des Hauptfeldwebels,
meinen Privat-PC aufzubauen, da die Zeit dort sehr langweilig werden kann.
So saß ich da eines schönen Tages friedlich im Geräteraum und zocke am
Computer, als plötzlich ein Oberst die Halle betrat. Zuerst war ich
ziemlich erschrocken, weil ich ihn nicht gehört hatte, sprang auf - nicht
ohne dabei einen Stuhl umzuwerfen - und machte Meldung. Er ignoriert mich
jedoch und schaut auf den Bildschirm: "Was spielen sie da, Herr
Gefreiter?" - "Ähh Carmageddon, Herr Oberst." "Gut, lassen sie mich
mal ran." Der Oberst geht also hin, stellt den Stuhl
wieder auf und fängt an an meinem Computer zu zocken. Eine halbe
Stunde verging, bevor sein Fahrer reinkam und ihn dann höflich auf die
Uhrzeit hinwies, worauf er dann ziemlich hektisch die Sporthalle verließ.
(Von: Ex-HG Andreas W.)
'...so kann ich mich vor meinen
Untergebenen nicht präsentieren...' Ich
hätte da noch was, was eigentlich in den Bericht der Wehrbeauftragten
passen würde, vielleicht aber auch woanders hin. Die Geschichte ist (mir)
in meiner alten Einheit passiert: (Zur Erklärung: Ich bin der
Zeuge) "Nach einer Feier kam ein völlig betrunkener Kaleu zum UvD. Da
dieser der Disziplinarvorgesetzte des UvD war, befahl er ihm -unter
Zeugen- ihm seine komplette Uniform zu übergeben, da die des Kaleu voll
mit Alkohol getränkt war. Er begründete dies mit dem Satz:"... kann mich
ja vor meinen untergeben Soldaten nicht so präsentieren...". Als der UvD
dies nicht tat, drohte der Kaleu mit einer Klage vor dem
Truppendienstgericht. Der Zeuge erklärte sich dann aufgrund der Situation
zum Vorgesetzten über alle Anwesenden (siehe VVO, das
geht!) und widerrief den Befehl des Kaleu. Weiterhin befahl er
dem Kaleu das Feld zu räumen und auf seine Unterkunft zurückzutreten. Drei
Wochen nach diesem Vorfall wurde der UvD des genannten Abends per
Gerichtsbeschluss (TrpDstGericht) zum Matrosen degradiert und unehrenhaft
entlassen, wegen Gehorsamsverweigerung und Verweigerung der Pflicht zum
treuen Dienen. Der Zeuge wurde versetzt und bekam ein Disziplinarverfahren
aufgebrummt, weil er sich widerrechtlich (???) zum Vorgesetzten seines
eigenen Disziplinarvorgesetzten erklärte und diesen "ohne ersichtlichen
Grund" zurechtwies." Das Beste kommt aber jetzt erst: Der unehrenhaft
entlassene Marinesoldat ist heute Major (beim Heer) in der vorgesetzten
Dienststelle des Kapitänleutnant. Ich selbst wurde auf Empfehlung des
Herrn Major sowie seines Vorgesetzten, einem Generalleutnant, ebenfalls
zum Offizier ausgebildet. In etwa vier Wochen bin ich dann auch
Kaleu...
(Thorsten)
Fertig machen zum raustreten... Zu
der allgemeinen Grundausbildung gehören gelegentliche Besuche auf der
Schießbahn. In unserer Kompanie war es üblich, dass bei
Schießbahnaufenthalten einer unserer vier Züge immer die Leitenden stellen
musste, um zu verhindern, das während der Ausbildung Mist gebaut
wird. Morgens um halb Acht kam der Befehl: "Fertig machen zum
raustreten". Wir legten den Nässeschutz und Gerödel an und warteten
auf weitere Befehle. 30 Minuten vergingen, 60 Minuten vergingen. Der Zug
saß, mittlerweile ohne Nässeschutz und Gerödel, immer noch auf den Stuben
und wartete. So verging dann der Vormittag, bis ca. um 11.30 die Ausbilder
von der Schießbahn zurückkehrten, damit sie auch die ersten beim Essen
waren. Ein Rekrut, der zufällig über den Flur rannte, wurde gefragt, was
er denn schon hier mache. Antwort: "Schon? Wir sind den ganzen
Vormittag schon hier und warten, dass wir heraustreten sollen". Kurz
darauf stand der ganze Zug vor den Stuben. Es stellte sich heraus, dass
man uns aufgrund unglücklicher Zufälle (Uffze wurden krank etc.) ganz
einfach vergessen hatte. Keinem viel auf, dass statt3 Züge nur 2 (60 statt
90 Mann) auf der Schießbahn waren. Wir hatten auf jeden fall tierischen
Spass, ganz im Gegensatz zu unseren Zugführern. Diese wurden nämlich vom
Spieß tierisch zusammengestaucht. Und da beim Bund Scheisse bekanntlich
immer von oben nach unten fällt, schissen diese die Ausbilder zusammen und
diese dankten es uns mit einer Stunde
Dienstverlängerung.
(Patrick D.)
Weihnachtsgebäck Gegenüber des Dienstzimmers unseres KpTrp´s befand sich die Tür des Büro´s des KpChefs.
Unser KpTrp war doppelt besetzt, da wie so häufig alle Soldaten, die irgendwie nicht zu gebrauchen waren, im Innendienst "untergestellt" wurden. Daher hatten wir auch den Stellv. KpTrpFührer immer "dabei", militärisch voll der Versager, wurde der Fw (auch Fw-Gott oder "der göttliche" genannt) im KpTrp "geparkt", konnte er sehr gut schleimen und alle möglichen Arbeiten für den Chef erledigen. Damit hat er sich seine Karriere bei der Bw gesichert.
Wenige Tage nach Weihnachten steht auf ´nem Tisch im KpTrp eine Schüssel mit Weihnachtsgebäck. "Naja" haben wir uns gedacht, "wir sind ja alle Kameraden und da teilt man ja untereinander". Zur Nato-pause war die Schüssel schon halbleer, als plötzlich unser Feldwebelgott erschien und wegem den Plätzchen voll den Aufstand schob. Als im gleichen Moment die Tür beim chef aufging und der "göttliche" mit der Schüssel unter´m Arm und den Worten " Chef probieren sie mal, sind von meiner Frau!" dem Chef hinterher stürzte, war klar wohin der Hase lief... .
Nachmittags war ausser mir keiner im KpTrp. Die Tür stand auf, ich hängt Zettel ans schwarze Brett schräg gegenüber, als der Chef und sein Stellv. in den KpTrp gehen. Ich bin kurz nachher mit Zettel aufhängen fertig, gehen in den KpTrp zurück und sehe wie die beiden Offiziere mit Hamsterbacken Plätzchen am kauen sind. Ich grinse mir eins, Chef grinst zurück, die beiden verlassen den KpTrp.
Als sie ein paar Meter auf dem Gang gegangen sind (und wieder mit freiem Mund reden können) höre ich meinen Chef: "Sagen sie Herr Olt: der Feldwebel ist doch eine arme Sau. Wenn dem seine Alte genauso schlecht f***t wie sie Plätzchen backt." Olt: "Jo, Herr Hptm. Da ham´se Recht".
Führerschnur... In
unserem Bataillon (Fallschirmjäger) war es unter Abgängern üblich, während
den letzten 3 Monaten der Dienstzeit eine sogenannte 'Abgängerschnur' gut
sichtbar zu tragen. Die Kordel (je nach Kompanie in den Farben weiß, rot,
grün, gelb oder blau) wurde an der Litze befestigt und das andere Ende mit
dem daran befestigten Maßband in die Brusttasche gesteckt. Eines Tages
erklärte ich einer Kiste, das diese Schnur sozusagen eine Beförderung
eines HG zum Unteroffizier darstellt (eine "Führerschnur"). Da momentan
keine Uffz-Stellen frei wären, macht man mich mit dieser Kordel zum
de-facto Vorgesetzten. Die Kiste hat sich daraufhin tatsächlich beim
Spieß gemeldet und auch eine solche Beförderung beantragt... gab ein
Riesengelächter.
(KCW)
Vielen Dank für diese Geschichten an "Die Unmoralische"!
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