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Soldat ab 4.10.2004 in Pfullendorf Ab 04.10.2004 Grundausb ildung 4./PzFlakBtl 12 in Hardheim VOREBEREITUNG auf die FschJg-AGA --- speziell Zweibrücken ab 04.10.04 Immendingen / StoSanZentrum / elektrInscht Fliegerhorst Mengen (Bodensee) Kann mir jemand helfen??? AGA 04.10.2004 Kleines Treffen in Hemer?
04.1 0.04 4./PzGrenBtl 212 Augustdorf ZAW in Darmstadt AGA in Mayen ab 1.10.2004 Ab 1.7. AGA in Schwalmstadt, dann Sonthofen - Feldjäger Luftwaffenausbildungsregement 3 in Germersheim 1.04.2004 Ab 1.7. 6./Panzergrenadierbataillon 352 Mellrichstadt Standort EUTIN! Brauch mal nen dort stationierten... 02.08 bis 30.10.04 - MUS Plön 01.07.04 6./Panzerlehrbataillon 334 in Celle 01.07.04
6. / Pan zerlehrbataillon 334 in Celle [ Gehe zu Seite: 1, 2 ] 7./Fallschirmjägerbataillon Zweibrücken 7. / Fallschirmjägerbataillon Zweibrücken Schwalmstadt 5./FJGBTL 351 ab 03.01.2005 Interesse an CHAT??? 1.07.04 bei der Luftwaffe in Roth 8./Fernmeldebataillon 701 Leipzig Olbricht-Kaserne So heute wird ernst!! Grundwehrdienst in Weert ab dem 01.07.2004 Trollenhagen
7./ Fernmeldebataillion 383 Erfurt Henne Karserne 7./Fernmeldebataillion 383 Erfurt Henne Karserne Drogen .10. Zweibrücken? Dienstantritt in Zweibrücken am
3.1.05 8. Fernmeldebataillon 820 in Augustdorf 04.10. Panzertruppe möglich??? Begrüßungsschreiben AGA Panzergrenadier - Erfahrungsberichte und Infos gesucht Truppenübungsplatz Schwarzenborn Haarschnitt Bundeswehr-AGA-Mitnehm-Einkaufsliste 2.0
Brillenträger bei AGA Erkennungsmarke - Was kommt drauf? UvD bei Innendienst? Urlaubsproblem Urlaub proble m Sanitätsregiment ? NEIN DANKE Lebenslauf bei der Bundeswehr aga wiederholen weil wachschießen verpasst Weiße Unterwäsche? Nützlichster Gegenstand in der AGA!! Hilfe, KDV nach 3 Wochen AGA? Die "Todesmärsche" ausland in der aga Vereidigung morgen am 09.09.04 AGA der FJ
ohne Wache stehen am WE Generation "Weichei"? Kanonier im PzArtBtl wenig Rückenmuskulatur Musterrungsergebnis mitbringen? Schießausbildung Wann ist der Einberufungstermin wann vereidigung? Woher bekomme ich meine Versicherungsnummer? ABC aga wiederholen? san-test Tipps gegen Blasenbildung beim Marschieren?? Weiße Socken ? Frage zur Unterwäsche
Verpflegung Verweigerung Ausmusterung Tipps Hilfe Wann gibts Sold? Kleiderbügel? Grundausbildungsorganisation bei Lw AGA Sanitäter Personensuche Kameraden FWD Ab wann Abzeichen/Kennzeichnung? Schlösser zur AGA mitbringen? Stehn im "rührt euch" Wieviel Sold gibt es? Budel= doppeltes Wehrsold?? Unnötiger Papierkram?! Als Linkshänder bei der AGA - Probleme? sleep wear?
Verschiedene Ankunftszeiten 'übergewicht und sorgen Wieviel Sold gibt es?? BAJONET ABC-Smokealarm teil2 Intimrasur beim Bund erlaubt? Gepfelgt Straßenkleidung Entfernungspauschale ABC-Bier-ALARM !!!!!! Panzerflugabwehrkanonenbataillon Einberufung als OA mit Widerrufsrecht Ich bin fast durch mit der AGA in 6./PlzBtl.334 Celle Klappspaten Na wer weiß bescheid??? Verletzung
Grundwehrdienst bei Luftwaffe ist essen kostenlos oder kostet es geld? ZdV digital? drogen Highscore-Liste Meisterjäger-Spielchen Grundlegende Änderung des "Stillgestanden" ... Hätte Frage zu Truppenübungsplatz und zu KzH! bahnticket für GWDLer Wie ist das mit Nichtrauchern und den Zimmern? HuHu, wie ist das mit bart und frisur beim bund? Dienstgrade? Wann mit Uniform nach hause? Studium beim Bund. Wo?
Sehenswerte SoldatINNEN??? bILDER Mädels Maedels BundMaus Klopf, klopf .. wer da? :o) Manöver Frage! Eine Frage haett ich noch und zwar zur Anreise :D Studium bei der BW? Was soll das?? KpTrp Von AGA zur Stammeinheit Kompanie - Wieviel Mann stark? panzerfahren Wärend der AGA zum SAZ??? wer weiß näheres über praktika beim bund? Wird der alte Feldanzug noch benutzt? zwischenfall Wehrsold???
Eign ungsübung nicht bestanden,Anspruch auf Arbeitslosengeld? Eintrittsalter beim Bu nd Wiederholung der AGA ? Zuordnung Barettabzeichen/Aufschiebekordeln Tag der offenen Tür: Rantzau-Kaserne, Boostedt (4.9.) Barettabzeichen / Aufschiebekordeln Panzerpionier - was erwartet mich? AGAnauten-Tipp: DOGTAGS jetzt ab bereits 7,50 Euro (!!!) Frauen bei der Bundeswehr Handgranaten Wurf meldung
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Flugabfertigung Verwendung Flugabfertigung Aktuell: Heute feierliches Gelöbnis auch im TV? Aktuell: Heute feierliches Gelöbnis auch im TV? welche verletzung etc., ergibt welchen Tauglichkeitsgrad? T1 T2 T3 T4 T5 T6 T7 tauglich Grad minus ZNWG Nord - Die Hammerstory!! Neue Spindordnung? Standortarzt am samstag zu erreichen? Bundeswehr verbietet Apples iPod ??? Dienstzeugnis.... Studium = Kein Wehrdienst?
SaZ FA / Welche Versicherungen ? Dienstgrade Wann den 1.Urlaub? Sonderurlaub am ersten WE ? Marinesicherung Ausscheider!!! Ausscheider Abgänger Abgaenger Schild zum GWD auf dem Rucksack Urlaubsgeld? G 36 ich muss eine Ausbildung vorbereiten und bräuchte.... Mal ne sanitätsfrage? Post in die Kaserne Wertsachen Polizeiliche Abmeldung??? Darf ich zuhause schlafen? Wochenende nach Hause im GWD
Fahrtkostenerstattung OA Marine GWD unbedingt reinhören! Impfungen Vorteile bei Besitz der Führerschien Klasse CE !!Wichtig!! Wer kann mir helfen ?? ständige Medikamenteneinnahme Gebirgsjäger Pflegeversicherung Kreuzbandriss - Was nun? Noch Chancen auf Gwd? Mit der Bahn anreisen Keinen Führerschein?! Häufig Luftwaffe. BfD - Fortbildung / Umschulung Werkschutzfachkraft o. FSS Uffz-Korp ?
Kohle beim Bund?! Widerspruch gegen Einberufungsbescheid Urlaub??? BW.Tagebüchlein InfoPost Abgängerscherze Luftwaffe oder Heer ? Privatarmeen z.B Blackwater Gelöbnis / Vereidigung !!!! Wann... Was macht man bei der Panzeratillerie?! :D Fallschirmsprung Pflicht für Offz?! Was haltet ihr von der Wehrgerechtigkeit ??? Wehrpflicht contra Freiwilligenarmee AGA im 3. Quartal 2003 8./FmBtl 820 düsseldorf?
Fritzlar LwAusbRgt 3 Mengen gegen Stuttgart Merkblatt Ränge Abschlussabend OSH 71/3 Ausmusterungsanfragen - bitte lesen! Bin SaZ 4 und möchte aber wieder raus! SAZ trotz KDV - Antrag? Übernahme nach GWD ? Totalverweigerer wider Willen noch Chance zum 1.10.04 ? Finanzielle Verpflichtungen Morgen Musterung KDV-Antrag zum 2. Mal stellen? Nach der Musterung verweigern? THW Helfer / 23 Jahre / austreten
Vor dem Zivi ins Ausland ? Rückstellung wegen schwangerer Freundin? Computertest?!?!? Evtl doch kein Zivi machen? TV- Tip Selbständig und dann kommt der Zivildienst dazwischen. Hilfe Chance auf T3 mit Allergien Was passiert wenn man zum Einberufungstermin voll versoffen Musterung mit Hohlkreuz und Skoliose... Zurückstellung in der AGA Einberufung am 1.7., KDV noch möglich? 13.07. ZNWG Nord. Wer noch?
OPZ 06.07.-09.07.04 Wen hat's noch erwischt??? Musterung - Wann? Nachmusterung T3 enziehen? Mathetest OPZ UK-Stellung durch Arbeitgeber
Im Zivibereich:
Zivis kiffen zivi zu viel zivil .. VORSICHT : Cannabis und psychische Störungen
die richtigen Hanfsorten Zivis
rauchen Unter Umständen kann Cannabis schwere Psychosen wie etwa Schizophrenie auslösen. Wie genau aber Cannabiskonsum und das Ausbrechen von psychischen Krankheiten zusammenhängt, ist bislang unklar geblieben.
wasserpfeife THC-Konzentrationen im Blutserum: Schutzbehauptung oder Wahrheit?
wasserpfeifen Zivildienst
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In der April-Ausgabe der Zeitschrift HHR-Recht wurde ein umfassender Beitrag von Dipl.-Jur. Martin Krause veröffentlicht.
Aus der anwaltlichen Praxis werden zwei alltägliche Fälle herausgegriffen.
Drogenfahnder schmuggeln Kokain Drogen, Sex und Gewalt werden aus dem bulgarischen Fernsehen verbannt
Allg. Was ist die "AGA"? Wozu das ganze? Wieso die Seite "AGAnauten.de" usw. usf. etc. pp
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Reservistenkameradschaft Westhausen
Veteranen- u. Reservistenkameradschaft Fischach/Schwaben e.V
------------- Zivis ---------------
Inhaltsverzeichnis:
1. Cannabis – Hanf ???
2. Cannabis im Wandel der Zeiten
3. Cannabis und das Recht
4. „Weiche Drogen?“
5. Wirkungen von Cannabis
6. Risiken und Nebenwirkungen von Cannabis
7. Gespräch mit einer Expertin
8. Drogenhandel - weltweit drittgrößter Wirtschaftsfaktor
9. Das denken wir
10. Anhang
1. Artikel der „Freien Presse“ vom 04.03.2003
2. Auswertung einer Umfrage unter Schülerinnen und Schülern zum Thema Cannabis.
3. Fragenkatalog ( als mögliche Ausgangsbasis für Diskussionen über Drogen)
4. Ansprechpartner/innen zum Thema Drogen / Sucht
11. Quellen
Vorwort
Liebe Schülerinnen und Schüler,
liebe Lehrerinnen und Lehrer,
liebe Mitstreiter für eine wichtige Angelegenheit unserer Zeit,
als wir, die damalige Klasse 10/7 und ich als ihr Gemeinschaftskundelehrer am Geschwister-Scholl-Gymnasium Freiberg vor ca. einem Jahr dieses Projekt „Cannabis“ zum Schülerwettbewerb der Politischen Bildung begannen, ahnten wir nicht, dass dieses Thema so viele Menschen um uns herum so sehr sensibilisieren würde! Und doch haben wir genau dies damit bezweckt, ohne zu glauben, dass es uns gelingt! Wir waren und sind uns darin absolut einig, dass das Thema Drogen und Sucht auch um uns keinen Bogen macht und wollten einfach nur bewirken, dass es sich um kein Tabuthema handeln darf und, dass man gerade deshalb offensiv und nicht anonym damit umgehen muss! Anonymität bringt immer noch mehr Angst, Schrecken vor dem Ungewissen, Hilflosigkeit und eine Absonderung von der Gesellschaft mit sich. Aufklärung, Gespräche über gesellschaftliche und persönliche Probleme, Zuwendung und Verständnis sind die bessere Alternative! Nur das Verbot allein hilft in keiner Weise! Die Schüler der Klasse 10/7, jetzt sind sie schon in der Klassenstufe 11, waren bereits als „Botschafter und Aufklärer“ in vielen Unterrichtsstunden unterwegs und haben dabei eine große Resonanz und Aufmerksamkeit erfahren. Wir haben viele mit diesem Projekt „aufgeschreckt“ – und das ist gut so! An dieser Stelle möchte ich den Appell an alle Jugendlichen richten, die wie viele nicht den Mut haben, über ihre alltäglichen Sorgen und Nöte, vor allem über das Thema Drogen, zu reden. Habt Mut und Vertrauen in euch und in eure Freunde! Sucht euch Gesprächspartner, die es durchaus gibt. Wenn man sie finden will sind sie für euch da! Danken möchte ich besonders Frau Hageni vom Sozialamt Freiberg sowie Frau Straube vom Kinderschutzbund, die sich ganz aufrichtig und vertrauensvoll u.a. im Arbeitskreis „Sucht“ in Freiberg mit anderen Gleichgesinnten um eine Vielzahl von Problemen unserer Kinder und Jugendlichen kümmern und helfen! Aber vor allem auch der Schülerin Elisabeth Schwerdtfeger gilt stellvertretend für alle mitarbeitenden Schülerinnen und Schüler dieser Klasse große Anerkennung für eine nicht alltägliche, sozial engagierte Tätigkeit. Mit dieser Broschüre, die aus dem Projekt der Klasse 10/7 entstanden ist, möchten wir alle, besonders auch alle Lehrerkolleginnen und –kollegen ermutigen und auffordern, aus der Anonymität herauszutreten und sich dieser großen Herausforderung zum Bewältigen unserer „Suchtprobleme“ zu stellen! Dies schaffen wir, wenn wir es wollen – aber nur gemeinsam!
Ralf Peterhänsel - Lehrer
Geschwister-Scholl-Gymnasium - Freiberg
Freiberg im Januar 2004
1. Cannabis – Hanf ???
* echter oder indischer Hanf genannt
* botanischer Name: Cannabis sativa, gehört zur Familie Cannabceae
* aktiver Inhaltsstoff: THC (Delta – 9 – Tetrahydrocannabinol)
* einjährige, krautige Pflanze
* ist sehr schnell wüchsig
* gedeiht in trockenem, warmem Hochlandklima
* Größe: je nach Bodenverhältnissen 90 cm oder bis zu 5m
* trägt winzige eingeschlechtliche, zweihäusige Blüten
* entweder rein männlich oder rein weibliche Exemplare
* Pollen durch den Wind übertragen
* Früchte: kleine runde Nüsse
* seit 1996 Nutzhanf in geringen Mengen auch in Deutschland erlaubt
* aus ihr werden starke und elastische Fasern gewonnen Papierherstellung, Textilien
* Fasern aus beiden Geschlechtern
* medizinische Verwendung
* auch zur Gewinnung von Öl ? aus den Hanfsamen
* zur Gewinnung von Drogen (aus weiblichen Pflanzen)
Marihuana: Name aus Südamerika
* Mischung bestehend aus: Blättern, Trieben und Blütenständen aus dem oberen Bereich der weiblichen Pflanze
* hat das Aussehen von Tee oder grünem bis braunem Pulver
* enthält durchschnittlich 0,7 – 1% THC, manchmal auch bis zu 10%
Haschisch: Name aus Indien
* aus dem Harz der weiblichen Pflanze
* grünes bis braunes Pulver oder krümeliges Gemisch aus Harz und Pflanzenteilen gepresst in Form von Tafeln, Platten, Kuchen ...
* enthält durchschnittlich 5, maximal 15% THC
Marihuana Haschisch
2. Cannabis im Wandel der Zeiten
Hanfpflanzen und die aus ihnen zu gewinnenden Produkte sind der Menschheit seit etwa 6000 – 10000 Jahren bekannt. In Mitteleuropa ist der Hanfanbau seit dem 5. vorchristlichen Jahrhundert nachgewiesen. Die Menschen nutzten die Pflanze zur Herstellung von Fasern, Netzen und Kleidern, zu Speisen, Lampenöl, als Genussmittel, und nicht zuletzt als Heilmittel und Kultpflanze. Das insbesondere aus der weiblichen Pflanze gewonnene Harz, Cannabinol, fand zunächst in Asien und in Afrika als Medikament, aber auch als Rauschmittel breite Verwendung. Der Koran verbot zwar Bier und Wein als rauschanregende Suchtmittel, nicht aber Cannabis. Mit den Kreuzfahrern fanden dann Cannabispflanzen rasch Einzug nach Mitteleuropa. Kaum ein anderes Rauschmittel ist so legendenumwoben. Zu unrühmlicher Berühmtheit gelangte Haschisch durch die „Haschaschinen“, einem gegen Ende des 11. Jahrhunderts von den Ismaeliten abgespaltenen Geheimbund in Persien und Syrien. Der Begriff „Haschaschinen“ (arabisch für Haschischesser) dürfte erst später geprägt worden sein und lebt heute noch in dem im Deutschen kaum mehr gebräuchlichen Wort Assassinen (franz. Assassins = Meuchelmörder) fort. Der Führer, Scheich Al-Djebel (Alter vom Berge), und die Stammesangehörigen bedrohten durch ihre Meuchelmörder islamische Fürsten und Kreuzfahrer bis Anfang des 13. Jahrhunderts. Im 19. Jahrhundert war Haschisch insbesondere in Intellektuellenkreisen durchaus gesellschaftsfähig. Zahlreiche Literaten und Künstler haben Haschisch und Marihuana konsumiert und den Konsum in ihren Werken beschrieben. Körner zählt unter anderem auf: Gautier, Baudelaire, Victor Hugo und Honoré de Balzac. Auch Walter Benjamin, Ernst Bloch, Hermann Hesse, Ernst Jünger unternahmen Haschischexperimente zur Bewusstseinserweiterung. Noch vor 80 Jahren wurde Cannabis auch als Mittel gegen Masturbation verschrieben. Ab 1931 kam es in Amerika zu einer beispiellosen Propagandaschlacht. Der Leiter des amerikanischen „narcotic bureaus“ behauptete ohne wissenschaftlichen Nachweis, bei Haschisch handele es sich um ein „Mörderkraut“. Diese Behauptung ist unsinnig, bekanntlicherweise wirkt Haschisch eher aggressionsdämpfend als -fördernd. Aber nicht hält sich hartnäckiger als Vorurteile. Schon 1944 kam der „The La Guardia Committee Report“ zu dem Ergebnis, dass bei mäßigem Haschischkonsum
* keine Todesfälle
* kein geistiger oder körperlicher Abbau
* keine Sucht im medizinischen Sinne und
* keine besonderen Entzugserscheinungen
zu verzeichnen seien. Zu einer Lockerung des Haschischverbots sollte dies allerdings nicht führen. Der Report wurde nicht zur Kenntnis genommen. Der Brockhaus von 1954 beispielsweise warnt, der regelmäßige Genuss von Cannabis führe zur Sucht, zu körperlichem und geistigem Verfall und zu „sexueller Hemmungslosigkeit“. Mit der starken Verbreitung von Cannabis in den 60er Jahren gerade im Bereich der Hippiebewegung und der Intellektuellen lassen sich vielleicht manche der Vorurteile erklären, mit denen heute noch selbst aufgeklärte Menschen Cannabis gegenüberstehen: Es ist wohl die Assoziation mit „langhaarigen, ungewaschenen Hippies“, die sich selbst außerhalb der Gesellschaft stellen. Dieses Vorurteil hat zwar nichts mit der Realität gemein, hält sich aber offensichtlich hartnäckig in den Köpfen.
3. Cannabis und das Recht
Kiffen an sich (also der Konsum) war in der BRD nie verboten. Bestraft werden kann laut §29 Betäubungsmittelgesetz (BtMG), wer illegale Betäubungsmittel (also z.B. Cannabis) „anbaut, herstellt, mit ihnen Handel treibt, sie, ohne Handel zu treiben, einführt, ausführt, veräußert, abgibt, sonst in den Verkehr bringt, erwirbt oder sich in sonstiger Weise verschafft.“ Außerdem sind Besitz, Durchfuhr und einige andere Dinge verboten. Der Konsum kommt jedoch im BtMG nicht vor und ist somit erlaubt. Diese Rechtslage wird damit begründet, dass „Selbstschädigung“ (durch den Konsum) in der Bundesrepublik nicht bestraft wird. Besonders schwere Fälle werden mit einer Freiheitsstrafe nicht unter einem Jahr geahndet. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge Handel treibt, sie in nicht geringer Menge besitzt oder abgibt (§§ 30, 30a). Diese Taten gelten als „Verbrechen“ und die Strafen werden nur in Ausnahmefällen zur Bewährung ausgesetzt. Der im BtMG genannte Begriff der „nicht geringen Menge“ ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, der von den einzelnen Instanzen unterschiedlich bewertet wird. Der Bundesgerichtshof hat für die „nicht geringe Menge“ einen Richtwert von 7,5 Gramm THC (je nach Qualität zwischen 50 und 150 Gramm Haschisch) angesetzt. Doch trotz ausdrücklicher Aufforderung des Bundesverfassungsgerichts haben sich die Bundesländer bis heute nicht auf eine bundesweit einheitliche „geringe Menge“ (Toleranzmenge) geeinigt. Cannabis ist als Medikament genauso wenig erlaubt wie als Genussmittel. Hanfanbau ist zwar inzwischen erlaubt, aber nur für landwirtschaftliche Betriebe ab einer gewissen Größe und nur für den Anbau zugelassener Nutzhanf-Sorten. Als Nutzhanf werden Cannabispflanzen bezeichnet, die aufgrund ihres geringen THC-Anteils nicht als Droge, sondern ausschließlich als Faserproduzent dienen können. Der Umgang mit Hanfsamen war bis zum 1.2.1998 legal. Doch durch Änderungen des BtMG sind jetzt nur noch Samen, die „nicht zum unerlaubten Anbau bestimmt“ sind, von der Anlage I des BtMG ausgeschlossen.
4. „Weiche Drogen?“
Jedes Suchtmittel kann in unterschiedlichem Ausmaß zu gesundheitlichen, seelischen und wirtschaftlich-sozialen Schäden führen. Es kommt immer darauf an, welches Kriterium man für die Gefährlichkeit einer Droge annimmt. Im Hinblick auf die Sterblichkeit ist sicher Nikotin am gefährlichsten, gefolgt von Alkohol und Medikamenten. Cannabis wäre unter diesem Kriterium im letzten Drittel anzusiedeln. Nimmt man die Kriminalisierung, so stehen an 1. Stelle Heroin, Kokain, Crack, Ecstasy, LSD und auch Cannabis. Nikotin würde hier fast an letzter Stelle stehen. Legt man zugrunde, wie kurzfristig eine körperliche Abhängigkeit entsteht, so liegen Opiate und Benzodiazepine (Valium und Rohypnol etc.) an der Spitze, Cannabis erzeugt nur eine geringe körperliche Abhängigkeit. Man kann also unterschiedliche Rangfolgen mit unterschiedlichen Kriterien aufstellen und bekommt je nach Blickwinkel eine andere Antwort auf die Frage nach „weichen“ oder „harten“ Suchtmitteln/Drogen. Cannabis wird als „weiche bis mittlere Droge“ eingestuft. „Weich“ soll „körperlich nicht süchtig machend“ bedeuten. Seit den 80er Jahren ist der Gesetzgeber jedoch daran interessiert, nicht mehr zwischen weichen und harten Drogen zu unterscheiden. Nach dessen Meinung fehlen wissenschaftliche Maßstäbe, die eine solche Differenzierung zulassen würden. Dies gilt für die Wirkungsweise der einzelnen Droge, deren Schädlichkeit, auch für die Allgemeinheit, und der möglichen Veränderung der Persönlichkeitsstruktur. So wurde aufgrund dieser Haltung durch den Gesetzgeber die Bezeichnung „leicht/light“ auf Zigarettenpackungen verboten. In anderen Ländern ist der rechtliche Umgang mit dem Cannabis-Konsum recht unterschiedlich.
5. Wirkungen von Cannabis
Psychische Wirkung:
* vorhandene Gefühle werden verstärkt
* Entspannung, innere Ruhe, Ausgeglichenheit
* gesteigertes sexuelles Empfinden
* Heiterkeit, Euphorie
* bessere Kommunikationsfähigkeiten
* gesteigerte Kreativität
* Orientierungsverlust
* veränderte Zeitwahrnehmungen
* Verlust des Zeitgefühls
* Furcht vor Verselbstständigung der Gedanken
* Leseverständnis, Erinnerungsvermögen, Sprache,
* Fähigkeit des problemlösenden Denkens
* sind eingeschränkt
* Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses
* gelegentliche Schwindelgefühle
Körperliche Wirkung:
* Intensivierung akustischer und visueller Wahrnehmungen
* gesteigerter Appetit, Verstärkung von Hunger- und Durstgefühlen
* Verminderung der Reaktionsfähigkeit/zeit
* leicht Steigerung der Herz- und Pulsfrequenz
* Senkung des Augeninnendrucks
* Rötung der Augen
* Mundtrockenheit
* Veränderung des Blutdrucks
... in manchen Fällen verläuft das Haschischrauchen untypisch:
* Übelkeit, Zittern, Erbrechen
* Halluzinationen, Angst-/ Panikzustände (bei Überdosierung)
* Übelkeit, Herzrasen (bei Überdosierung)
* alptraumartige Halluzinationen möglich
* Einschränkungen des Körpergefühls
* (völlige) Teilnahmslosigkeit ? Apathie
Wirkungsdauer:
1. orale Aufnahme von THC (z.B. durch Kekse, Kakao):
* Wirkung tritt erst nach einer halben bis zwei Stunden nach Konsum ein, baut sich langsam auf und dauert dann, je nach Dosierung, ca. fünf Stunden an, danach lässt sie allmählich nach.
2. Rauchen von THC (z.B. Joint, Wasserpfeife):
* Wirkung tritt unmittelbar nach Konsum ein und dauert eine bis vier Stunden an, danach nimmt sie allmählich ab.
Medizinisch verwendete Wirkungen:
* schmerzstillend
* muskelentspannend
* antiepileptisch
* entzündungshemmend
Wirkungen in Abhängigkeit von der Wirkstoffdosis:
* 2 mg THC: Schwellendosis für eine milde Euphorie,
* 7 mg THC: geringe Veränderungen sensorischer Art, Beeinträchtigung des Zeitempfindens,
* 15 mg THC: deutliche Veränderung des Körpergefühls, sensorische Störungen, Verkennungen, Halluzinationen,
* 20 mg THC: Übelkeit, erbrechen, unangenehmes Körpergefühl
6. Risiken und Nebenwirkungen von Cannabis
Langzeitnebenwirkungen:
* verborgene (latente) Psychosen können aktiviert werden
* „Flash-backs“ (d.h. der Konsument wird einige Zeit später plötzlich in rauschartige Zustände versetzt, ohne konsumiert zu haben)
* „Amotivationssyndrom“ (d.h. Charakterveränderungen, Null-Bock-Stimmung, Interessenlosigkeit, depressive Stimmung, Passivität)
* Schädigung des Kurzzeitgedächtnisses
* keine Bewältigung familiärer bzw. gesellschaftlicher Alltagsanforderungen
Wechselwirkungen:
* THC + Ecstasy: THC „killt“ die Ecstasy-Wirkung, bringt runter
* THC + Speed: kann zu extremen Kreislaufbelastungen führen
* THC + Alkohol: THC-Wirkung wird von Alkohol überdeckt
Psychische Abhängigkeit „... ich weiß, dass X seit einigen Monaten abhängig ist..., aber was ich in den vergangenen 2 Wochen ... gesehen habe, raubt mir sämtliche Nerven und Vorstellung. Man kann es nicht beschreiben. Es sind nicht die unzähligen Tüten, das Gequatsche über Gras und Kiffen; es sind die leeren Blicke, die seelische Abstumpfung nach außenhin, die mich so verletzen .... Auf dem ausgezehrten Gesicht mit den geröteten Augen gibt es keine Trauer, kein Glück, keinen scheinbaren Frieden, keine Gefühlsregung ... Nur ein verlassenes, zerstörtes Schlachtfeld auf dem es kein Gut und Böse gibt ...“ Dieser Ausschnitt ist aus dem Tagebuch einer 15jährigen Schülerin, die anonym bleiben möchte. Dieser Bericht ist sicher subjektiv, aber beschreibt eindringlich die Gefühle, wie es ist wenn man Freunde / Bekannte hat, die psychisch von Cannabis abhängig sind. bei Entzug von Cannabis:
* innere Unruhe, Nervosität
* Konzentrations- und Motivationsbeeinträchtigungen
* Schlafstörung
Risiken:
* keine ernsthaften Risiken:
* kann keine tödliche Überdosierung geben (wie z.B. bei Heroin)
* keine Entstehung körperlicher Abhängigkeit (wie z.B. bei Alkohol)
* wenn es geraucht wird, Schädigung der Atemwege
* Absterben von Hirnzellen
7. Gespräch mit einer Expertin
aus Freiberg, tätig in einer sozialen Einrichtung Frage: Wozu gehört Cannabis?
Exp.: Cannabis gehört zu den weichen Drogen der Naturdrogen.
Frage: Wie gefährlich ist Cannabis?
Exp.: Die meisten Jugendlichen denken Cannabis ist ungefährlich, aber das stimmt nicht. Cannabis ist auch gefährlich.
Frage: Was ist die Wirkung?
Exp.: Es kann psychisch abhängig machen, es ist aber bewiesen das es nicht körperlich abhängig macht.
Frage: Wo treten besonders Schäden auf und wie stark sind sie?
Exp.: Es kann zu körperlichen Schäden kommen, z.B. erhöhtes Lungenkrebsrisiko, Schwindel, eingeschränkte Verkehrstüchtigkeit bis zu Halluzinationen und Schlafstörungen. Außerdem können Psychosen aktiviert werden, wie Wahnvorstellungen. Man darf auch die Schäden im sozialen Umfeld nicht vergessen.
Frage: Macht es abhängig und in wie fern?
Exp.: Wie gesagt, macht es körperlich nicht abhängig, wie z.B. Alkohol, sondern nur psychisch. Es kann muss aber nicht abhängig machen. Doch wenn ein Abhängiger mit kiffen aufgehört hat, und nur einmal wieder kifft, kann er sofort wieder abhängig werden.
Frage: Warum kommt es zu dem Konsum von Cannabis?
Exp.: Die Gesellschaft ist eine Erlebnisgesellschaft und Jugendliche denken: Wer was hat der ist was und durch Drogenkonsum kann man das haben. Außerdem dient kiffen zur Entspannung und zum „anders sein“. Oft kiffen Jugendliche auch wegen familiärer Probleme. Dadurch wollen sie ihre Probleme lösen und geraten in einen Teufelskreis.
Frage: Gibt es Verluste bei regelmäßigem Kiffen?
Exp.: Oft verlieren Konsumenten ihre Freunde, Familie, Arbeit bis hin zur Achtung. So auch manche auf der Straße.
Frage: Was ist ihre persönliche Meinung zur Legalisierung von Cannabis?
Exp.: Zur Zeit habe ich noch eine zwiespältige Meinung. Es gibt viele Pro und Contras. Auf der einen Seite wäre es echt sinnvoll, da die Jugendlichen eher über ihre Probleme mit dem Konsum von Cannabis reden würden und da es keinen Reiz nach etwas „Verbotenem tun“ mehr gibt. Aber auf der anderen Seite wäre es nicht gut, wenn auf jeder Straße und in jeder öffentlichen Einrichtung gekifft wird.
Frage: Würde es bei einer Legalisierung zu mehr Konsumenten kommen?
Exp.: Nein, so würde ich es nicht sehen, denn jeder der konsumieren will, kommt, auch wenn es illegal ist, an Cannabis ran.
Frage: War Cannabis in der DDR genau so aktuell wie heute?
Exp.: Nein, da es zum Beispiel in der Schule mehr Freizeitaktivitäten gab und die Schüler dadurch gar nicht erst auf die Idee kamen, Cannabis zu konsumieren.
Frage: Gibt es Möglichkeiten wie man den Konsum verhindern könnte?
Exp.: Man sollte schon im Kindergarten bis hin zur Schule über die Gefühle und Probleme der Kinder reden, denn Sucht hat viel mit Gefühlen zu tun. Jeder sollte seine Gefühle akzeptieren, denn im Leben geht es ständig Berg auf und Berg ab.
Frage: Wie kann man wieder „unabhängig“ werden?
Exp.: Niemand kann von heute auf morgen unabhängig werden, zunächst muss sich jeder sein Problem eingestehen. Und dann kann man das durch Suchtberatungen und Therapien lösen.
Frage: Dauert die Abhängigkeit von Jugendlichen bis ins Erwachsenenleben an?
Exp.: Ja, es kann bis ins Erwachsenenleben anhalten, wobei die meisten Erwachsenen mit dem Kiffen aufhören, da sie ein erhöhtes Gesundheitsbewusstsein entwickelt haben.
8. Drogenhandel - weltweit drittgrößter Wirtschaftsfaktor
Drogenhandel ist weltweit drittgrößter Wirtschaftsfaktor. Nach Schätzung der Weltbank erreicht der Handel mit Drogen jährlich ein Volumen von 3,25 Billionen Dollar (fast 50% mehr als das deutsche Bruttoinlandprodukt), weniger konservative Prognosen gehen sogar davon aus, dass der illegale Handel mit der Wirtschaftskraft der USA mit über 8 Billionen Dollar konkurriert. Die Taskforce für Finanzfragen der G7-Staaten vermutet, dass pro Jahr mindestens 120 Milliarden Dollar aus illegalem Drogenhandel den Weg in das legale Finanzsystem finden, um dort gewaschen zu werden. Zentrum dieser Geldwäsche soll die Finanzmetropole London sein. Diese Größenordnung entspricht etwa der Gesamtsumme der Investitionen, welche 1998 in die Länder Brasilien, Thailand oder Indonesien geflossen sind, ein Vergleich der deutlich macht, wie damit in gesamte Volkswirtschaften eingegriffen werden kann. Größer als die Gefahr, dass Drogengelder Turbulenzen an den Finanzmärkten verursachen könnten, ist aber das Risiko der Kosten für Sozialsysteme infolge Drogenkonsums: USA ca. 67 Mrd. Dollar, Großbritannien ca. 11 Mrd. Dollar jährlich. Es gibt viele große Dealer, die inzwischen Kult sind. Ein Beispiel ist Howard Marks, der sich nach seinem ersten Joint als Student für 50 000 brit. Pfund zum Dealerdasein entschloss. In den 70er und 80er Jahren managte er mindestens 10% des Welthandels mit Haschisch. Nach mehreren Fluchten, mit mehr als 43 verschiedenen Pässen und Decknamen (!), vielen Haftbefehlen und Haft schrieb er auf Mallorca seinen Bestseller „Mr. Nice“, nach seinem bekanntesten Decknamen benannt, indem er ausführlich seine Lebensgeschichte als Dealer erzählt. Sucht ist für unsere Gesellschaft ein einträgliches Geschäft!!! Beispiel: Cannabissüchtiger bricht in ein Haus ein, klaut und besorgt sich Stoff. Freut sich der Schreiner, weil er eine neue Tür einsetzen darf. Freut sich der Radio-Hersteller, weil er eine neue Stereoanlage verkaufen kann. Freut sich der Polizist, weil sein Arbeitsplatz gesichert wird. Freut sich der Dealer, weil er Geld bekommt. Freut sich die Telekom, weil viel telefoniert wird. Freut sich die Versicherung, weil sie Beiträge erhöhen und neue Kunden werben kann. Freut sich die Bank, weil das Geld reinvestiert wird. Freut sich das Statistische Bundesamt, weil es Daten bekommt. Freut sich das BKA, weil es Dealer jagen darf. Freuen sich die Abgeordneten, weil sie über Geldwäsche und Drogensucht quatschen und Diäten kassieren können. Freut sich der Bundeskanzler, weil mal nicht über den Euro geredet wird. Freut sich der Finanzminister, weil er Steuern kriegt. Freuen sich die Suchthelfer und Sozialarbeiter, weil sie was zu tun bekommen. Freuen sich die Psychologen, weil sie den „Junkie“ später behandeln dürfen. Freut sich der Justizvollzugsbeamter, weil der Kiffer in den Knast kommt. Und es gibt noch viele andere mehr, die sich an der Sucht erfreuen, aber wer bezahlt eigentlich den ganzen Mist? Anteil der 12- bis 25Jährigen, die Erfahrungen mit illegalen Drogen haben.
(Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Die Drogenaffinität Jugendlicher in der BRD 2001)
Der Drogenkonsum ist bei Jugendlichen in den letzten 15 Jahren stark angestiegen.
9. Das denken wir
„Kiffen ist geil!“
„Kiffen tun nur minderbemittelte, verpeilte Idioten!“
Dies ist unsere grobe Meinung über Cannabis. Für ca. 1/3 von uns ist der Konsum von Hanf „...einfach das Gefühl frei zu sein ...“, „...endlich mal entspannen ...“, „... auf Wattewolken schweben ...“, und „ ... lachen bis zum Umfallen ...“. Es ist ja auch mal ganz schön einfach nur so zu lachen, mit deinen Freunden Spaß zu haben und sich vom ganzen Alltagsstress zu erholen; dies ist der Hauptgrund, warum viele von uns zum Joint greifen. ... Es ist klar, dass der Konsum verschiedene Gefahren, z.B. psychische und körperliche Schäden und auch strafrechtliche Folgen in sich birgt. Trotzdem: "„.. illegal ist geiler ...!“ Erst wenn deine Freundin dich verlassen will, der Rausschmiss von der Schule droht, die Polizei dir auf den Fersen ist und du überlegen musst, wann du das letzte mal mit deiner Familie gesprochen hast, öffnen sich dir die Augen. Du hörst auf und plötzlich ist alles anders. „... seit ich aufgehört habe, habe ich nur noch in der Schule Kontakt mit meinen früheren Freunden ...“. Rauchen hin oder her, jede Meinung wird akzeptiert, aber die Freundeskreise verändern sich auch in unserer Klasse, wenn man es sich doch anders überlegt. Nun zu denen, die den Hanfkonsum ablehnen. „... man kann auch ohne Drogen glücklich sein ...“, „... ist ungesund ...“, „... es ist Scheiße, nur zu kiffen um cool zu sein ...“, „... Probleme lösen sich nicht durchs Rauchen ...“. Wer diese Meinung vertritt, hat auch Recht. Ungefähr die Hälfte unserer Nichtkonsumenten stehen dem Hanfkonsum aufgeschlossen gegenüber. Der Rest lehnt Cannabis aus verschiedenen, manchmal nicht immer nur mit logischen Fakten zu erklärenden Gründen ab. Von ihnen wird der Konsum an sich, aber nicht die Person, verurteilt. Zusammenfassend kann man sagen: Jeder von uns ist in erster Linie für sein Tun verantwortlich. (Was nicht heißt, dass alle nur in ihrem Saft schwimmen!) Man steht bei uns nicht unter Gruppenzwang, da sich keiner mit seiner Ansicht dominierend durchsetzt. Die Meinungen rund um Cannabis sind zwar ziemlich verschieden; aber alle werden in unserer Klasse akzeptiert! Wie man aus der Umfrage entnehmen kann, befürworten die meisten die Legalisierung. Doch viele setzen sich nicht kritisch genug mit dem Thema Legalisierung auseinander. Es reicht nicht aus, nur an seine eigenen Vorurteile zu denken (? an die Kifferfraktion). Eine Großzahl kann sich nicht zwischen den beiden „Fronten“ entscheiden, schlägt sich aber letztendlich oft auf die Seite der Befürworter der Legalisierung. Natürlich ist es leichter, Leute für eine Sache zu begeistern. Allerdings werden dabei die Nachteile oft nicht klar genug benannt. Jeder muss sich eigenverantwortlich mit Pro und Contra auseinandersetzen. Doch dazu benötigt man Wissen.
Darum wäre Aufklärung durch eine umfassendere, breite Information über die Wirkung von Cannabis die erste unerlässliche Voraussetzung für die denkbare Legalisierung.
10. Anhang
1. Artikel der „Freien Presse“ vom 04.03.2003
Gymnasiasten ernten Ruhm für "Cannabis" Klasse 10/7 des Geschwister-Scholl-Gymnasiums nimmt erfolgreich am Bundeswettbewerb zu Drogen teil Freiberg. Der Fleiß blieb nicht ohne Preis. Für ihre Hausarbeit zum Thema "Cannabis" hat die Klasse 10/7 des Freiberger Geschwister-Scholl-Gymnasiums beim Wettbewerb "Nichtrauchen ist cool" einen der Hauptgewinne abgeräumt. Dabei setzten sie sich gegen eine riesige Konkurrenz durch: Beim 32. Schülerwettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung hatten mehr als 70.000 Jugendliche der fünften bis elften Klassenstufe insgesamt 2732 Beiträge eingereicht. "Ab der siebten Klasse aufwärts, wenn es für die Schüler interessant wird, spielt das Thema 'Drogen' im Unterricht keine Rolle mehr", kritisiert Tommy Jehmlich die mangelnde Aufklärung. Dabei hatte eine Umfrage ergeben, dass 50 Prozent der Schüler schon Erfahrungen mit Cannabis gemacht haben. Im Gemeinschaftskundeunterricht trugen die Schüler mit ihrem Lehrer Ralf Peterhänsel Informationen zusammen, die die Vielseitigkeit des Themas verdeutlichen. Vom Einsatz der Drogen als Heilmittel über ihren Missbrauch und die damit verbundenen Risiken bis hin zur wirtschaftlichen Bedeutung als Finanzquelle korrupter Regime blieb kein Aspekt unbeleuchtet. Ein Film über den berühmten Drogendealer Howard Marks und ein Gespräch mit einer Drogenberaterin der Diakonie rundeten das Programm ab. "Zunächst haben wir versucht, ein klares Konzept zu erarbeiten. In Gruppen wurden dann die einzelnen Themen bearbeitet und im Unterricht die Ergebnisse zusammengetragen", erläuterte Tommy Jehmlich. Heraus kam eine Hausarbeit, die von den 26 jungen Leuten des musischen Profils als Wettbewerbsbeitrag eingeschickt wurde. "Es wäre schön, wenn wir die Arbeit an der Schule verteilen könnten, vielleicht als Extra-Ausgabe der Schülerzeitung", meinte Margarethe Hänel. "Für mich war es interessant zu erfahren, wie andere über das Thema denken", schätzte Tommy Jehmlich ein. Für die Hausarbeit gab es nicht nur Bücherpreise von der Bundeszentrale, sondern auch eine Extrabenotung, für die sich die Gruppen selbst einschätzen mussten. "Die Klasse ist sehr kritisch, politisch interessiert und für viele Themen sensibilisiert", lobte Ralf Peterhänsel. (CHA) Margarethe, Elisabeth und Tommy aus der Klasse 10/7 des Freiberger Geschwister-Scholl-Gymnasiums mit ihrer Arbeit zum Thema "Nichtrauchen ist cool", für die sie einen Preis erhielten. Diese wird auch als Sonderbeilage in der Schülerzeitung erscheinen.
2. Auswertung einer Umfrage unter Schülerinnen und Schülern zum Thema Cannabis
Ø Konsumierst du Cannabis?
Ja, Nein,
5 hab ich schon mal probiert 14 natürlich nicht
12 ab und zu (Partys,...) 2 nicht mehr
5 öfter / regelmäßig 3 aber ich möchte es auf jeden Fall ausprobieren
5 probiere es eventuell einmal
Ø Konsumierst du andere Drogen oder hast du sie schon einmal ausprobiert?
35 Zigaretten 0 Ecstasy
1 Kokain 35 Alkohol
3 Absinth, Sensatonics (o.ä.) 4 Pilze
5 Nein
Ø In welchen Bereich würdest du, persönlich, Cannabis einordnen?
39 zu Alkohol und Zigaretten 5 zu „harten“ Drogen
Ø Wie steht dein Freundeskreis zu deinem Konsum / Nichtkonsum von Cannabis?
36 sie akzeptieren es / ist ihnen nicht so wichtig
1 sie akzeptieren es nicht
23 sie tun dasselbe wie ich
Ø Wie stehst du zu dem Konsum / Nichtkonsum deines Freundeskreises?
36 sie akzeptieren es / ist ihnen nicht so wichtig
2 sie akzeptieren es nicht
12 sie tun dasselbe wie ich
Ø Ist deiner Meinung nach Cannabis eine Einstiegsdroge?
15 Ja 30 Nein
Ø Stimmst du zu, wenn es heißt: „Cannabiskonsum ist szenebedingt.“?
5 Ja, Cannabis wird vor allem in folgenden Szenen konsumiert: Ökos, Hopper, Satanisten, Gothic´s, selten Faschos
39 Nein, gekifft wird überall
Ø Macht deiner Meinung nach Cannabis psychisch abhängig
(das Cannabis körperlich abhängig macht ist wissenschaftlich widerlegt)?
31 Ja, das denke ich 14 Nein, daran glaube ich nicht
Ø Stimmst du mit dem Klischee überein, dass Kiffer verpeilte, unfähige Menschen sind, also nichts auf die Reihe kriegen?
2 Ja 41 Nein
Ø Redest du offen über Cannabis und andere Drogen?
Ja, mit 40 Freunden 0 Nein, mit niemandem
16 Eltern
20 allen Leuten
2 Lehrern
Ø Warum kiffen Kiffer / warum kiffst du?
11 aus Langeweile 13 um cool zu sein
18 wegen Problemen 29 zur Entspannung
4 um high / gut drauf zu sein 3 Spaß
weitere: Abwechslung / Alltag interessanter zu gestalten (2), Erfahrung, Bewusstseinserweiterung, Inspiration, Beruhigung, Realität sehen, Realitätsverlust, Verlangen, Feeling, angenehmes Ritual, Gruppenzwang, psych. Abhängigkeit (jeweils 1)
Ø Bist du für die Legalisierung von Cannabis in Deutschland?
29 Ja 9 Nein
* Entkriminalisierung, weniger Gefängnisinsassen wg. Verstoß d. Betäubungsmittelgesetz
* Cannabis ist bereits eine Massendroge, also Legalisierung gerechtfertigt
* Zugriff auf Cannabis besteht (auch wenn illegal) sowieso
* Konsumenten würden eventuell durch Akzeptanz zu ihrem Konsum stehen und eher Hilfe in Anspruch nehmen
* Reiz des verbotenen Konsums nicht gegeben
* Keine schädigende Wirkung, keinen negativen Einfluss auf den Körper
* Keine Einschränkung für persönliche Entscheidungen
* Vorteil für Staat: Steuereinnahmen für Bildung investieren
* Niedriges Suchtpotential
* Cannabis wäre preisgünstiger
* Medizinische Wirksamkeit
* Bessere Qualität / Kontrolle der Qualität
* Viele Konsumenten: neuer offizieller, rentabler Markt würde entstehen
* Konsum wäre zwar beschränkt kontrollierbar, aber Konsum würde zunächst zunehmen
* Zu wenig Präventionsarbeit von Staat, Schule und Familie
* Hemmschwelle zu Drogen würde weiter herabgesetzt
* Wenig wissenschaftliche Erkenntnisse über Schädlichkeit und Wirkung auf den menschlichen Körper und Geist
* Dealer hätten deutlich weniger Kunden
* Massenkonsum als „Mainstream“ sollte nicht gefördert werden
* Drogen machen abhängig und sind nicht gesund
*
Akzeptanz für Konsum in der Öffentlichkeit würde entstehen
8 keine Meinung
Ø Welcher Name / welche Namen für Cannabis kennst und benutzt du?
Dope, Weed, Ganja, Masali, Smoke, Skunk, Dig, leap, Polle, Ripn, Piece/Peace, Haschisch, Hasch, braune Perle, Braunes, Shit, Pferdefutter, Stoff, Zeug, Cannabis, Kiff, Pot, Grünes, grüne Brille, Gras, Gräschen, grüner Tee, Mary J&N, Marie, Marihuana, Kraut.
46 Befragte; mehr als 46 Stimmen pro Frage können durch Mehrfachnennungen entstehen; wenn die Summe der Antworten pro Frage nicht 46 Stimmen beträgt, wurden von einzelnen Befragten keine Angaben gemacht; die Autoren behalten sich das Recht vor, Aussagen der Umfrage sinngemäß zu verändern.
3. Fragenkatalog ( als mögliche Ausgangsbasis für Diskussionen über Drogen)
Ø Konsumierst du Cannabis?
Ja, Nein,
r hab ich schon mal probiert r natürlich nicht
r ab und zu (Partys,...) r nicht mehr
r öfter / regelmäßig r aber ich möchte es ausprobieren
Ø Konsumierst du andere Drogen oder hast du sie schon einmal ausprobiert?
r Zigaretten r Ecstasy
r Kokain r Alkohol
r Absinth, Sensatonics (o.ä.) r Pilze
r Crystal r andere
r Nein
Ø In welchen Bereich würdest du, persönlich, Cannabis einordnen?
r zu Alkohol und Zigaretten r zu „harten“ Drogen
Ø Wie steht dein Freundeskreis zu deinem Konsum / Nichtkonsum von Cannabis?
r sie akzeptieren es / ist ihnen nicht so wichtig
r sie akzeptieren es nicht
r sie tun dasselbe wie ich
Ø Wie stehst du zu dem Konsum / Nichtkonsum deines Freundeskreises?
r sie akzeptieren es / ist ihnen nicht so wichtig
r sie akzeptieren es nicht
r sie tun dasselbe wie ich
Ø Ist deiner Meinung nach Cannabis eine Einstiegsdroge?
r Ja r Nein
Ø Stimmst du zu, wenn es heißt: „Cannabiskonsum ist szenebedingt.“?
r Ja, Cannabis wird vor allem in folgenden Szenen konsumiert: Ökos, Hopper, Satanisten, Gothic´s, selten Faschos
r Nein, gekifft wird überall
Ø Macht deiner Meinung nach Cannabis psychisch abhängig?
r Ja, das denke ich r Nein, daran glaube ich nicht
Ø Macht deiner Meinung nach Cannabis körperlich abhängig?
r Ja, das denke ich r Nein, daran glaube ich nicht
Ø Stimmst du mit dem Klischee überein, dass Kiffer verpeilte, unfähige Menschen sind, also nichts auf die Reihe kriegen?
r Ja r Nein
Ø Redest du offen über Cannabis und andere Drogen?
Ja, mit r Nein, mit niemandem
r Freunden
r Eltern
r allen Leuten
r Lehrern
Ø Warum, denkst du, kiffen Kiffer / warum kiffst du?
r aus Langeweile r um cool zu sein
r wegen Problemen r zur Entspannung
r um high / gut drauf zu sein r Spaß
r .......................................... r ..........................................
r .......................................... r ..........................................
Ø Bist du für die Legalisierung von Cannabis in Deutschland? Begründe deine Antwort!
r Ja r Nein
Weil, ...........................................................................................................................
....................................................................................................................................
....................................................................................................................................
Ø Welcher Name / welche Namen für Cannabis kennst und benutzt du?
...................................................................................................................................
....................................................................................................................................
....................................................................................................................................
....................................................................................................................................
4. AnsprechpartnerInnen zum Thema Drogen / Sucht
Deutscher Kinderschutzbund Kreisverband Freiberg e. V.
Friedeburger Str. 15
09599 Freiberg
Tel.: 26 95 50
Diakonisches Werk Freiberg e. V.
Suchtberatungs- und Behandlungsstelle
Petersstr. 44
09599 Freiberg
Tel.: 48 22 20
Jugendberatungsstelle des Berufsausbildungs- Fördervereins Brand-Erbisdorf e. V.
Beethovenstr. 5 (im Pi-Haus)
09599 Freiberg
Tel.: 2 35 51
Kinder- und Jugendzentrum Freiberg e. V. (Pi-Haus)
Beethovenstr. 5
09599 Freiberg
Tel.: 2 34 70
Worte dafür:
Dope, Weed, Ganja, Masali, Smoke, Skunk, Dig, leap, Polle, Ripn, Piece/Peace, Haschisch,
Hasch, braune Perle, Braunes, Shit, Pferdefutter, Stoff, Zeug, Cannabis, Kiff, Pot,
Grünes, grüne Brille, Gras, Gräschen, grüner Tee, Mary J&N, Marie, Marihuana, Kraut.